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EU verhängt Sanktionen gegen Elfenbeinküste

Zwischen den Präsidenten-Anhängern spannt sich die Situation weiter an. Da der Amtsinhaber Laurant Gbagbo den Wahlsieg von Alassane Ouattara nicht akzeptiert, reagiert die EU mit Sanktionsmassnahmen.

Ein Land, in zwei Hälften gespaltet: Randalierende Anhänger von Oppositionskandidat Alassane Ouattara.
Ein Land, in zwei Hälften gespaltet: Randalierende Anhänger von Oppositionskandidat Alassane Ouattara.
Keystone

Die Europäische Union verhängt Sanktionen gegen die Elfenbeinküste. Darauf verständigten sich die EU- Aussenminister am Montag in Brüssel. Die EU reagiert damit auf die umstrittene Präsidentschaftswahl Ende November. Staatschef Laurent Gbagbo erkennt den Sieg seines Kontrahenten Alassane Ouattara nicht an.

Die «restriktiven Massnahmen» gegen das westafrikanische Land sollen nach einer gemeinsamen EU-Erklärung «ohne Verzögerung» eingeleitet werden. Geplant sind demnach Einreisebeschränkungen gegen Gbagbo und weitere politische Verantwortliche. Zudem soll ihr Vermögen in der EU eingefroren werden.

Die Afrikanische Union (AU) und die westafrikanische Staatengemeinschaft Ecowas schlossen Elfenbeinküste aus ihren Reihen aus, solange Gbagbo nicht Platz für den gewählten Präsidenten macht.

Ouattaras Hauptquartier umstellt

Bei der Präsidentschaftswahl in der Elfenbeinküste am 28. November unterlag Staatschef Gbagbo den Ergebnissen der unabhängigen Wahlkommission zufolge Ouattara, der mehr als 54 Prozent der Stimmen erzielte.

Der Verfassungsrat erklärte die Ergebnisse jedoch für ungültig und rief Gbagbo zum Sieger aus. Seither spitzt sich der Konflikt zwischen Gbagbo und dem von der internationalen Gemeinschaft anerkannten Wahlsieger Ouattara zu.

Gbagbos Truppen umstellten Medienberichten zufolge am Montag in der Hafenstadt Abidjan das Hotel, in dem Ouattara sein Hauptquartier hat. Vor dem Hotel stünden auch Lastwagen mit aufmontierten Maschinengewehren, berichtete der britische Sender BBC am Montagabend.

dapd/sda/mrs

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