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«Es war ein Fehler, Libyen den Libyern zu überlassen»

In Libyen bekriegen sich die Milizen, der Staat zerfällt. Die Terrorgruppe Isis könnte davon profitieren, sagt Libyen-Experte Andreas Dittmann.

USA warnen vor «Einmischung von aussen»: Ein brennendes Gebäude in Tripolis. (23. August 2014)
USA warnen vor «Einmischung von aussen»: Ein brennendes Gebäude in Tripolis. (23. August 2014)
Reuters
Wegen der Kämpfe müssen die Feuerwehrleute ihre Arbeit immer wieder unterbrechen: Das seit Tagen brennende Tankstofflager in der Nähe des Flughafens. (29. Juli 2014)
Wegen der Kämpfe müssen die Feuerwehrleute ihre Arbeit immer wieder unterbrechen: Das seit Tagen brennende Tankstofflager in der Nähe des Flughafens. (29. Juli 2014)
Hani Amara, Reuters
Misrata-Milizen benutzen bei Kämpfen einen Raketenwerfer. (26. Juli 2014)
Misrata-Milizen benutzen bei Kämpfen einen Raketenwerfer. (26. Juli 2014)
AP Photo, Keystone
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Rivalisierende Milizen stürzen Libyen noch mehr ins Chaos. Wie sind die jüngsten Gewalteskalationen einzuordnen? Der libysche Staat zerfällt. Schwächeanzeichen des Staates gab es schon kurz nach dem Ende der Rebellion gegen Muammar al-Ghadhafi. Der Staat ist nun derart schwach, dass die USA und viele andere westliche Länder ihre Staatsbürger aus Libyen evakuieren. Die Libyer sind nicht in der Lage, ihre Probleme selber zu lösen. Das versuchen sie seit über zwei Jahren, dieses Experiment ist aber eindeutig gescheitert. Es war ein Fehler des Westens, Libyen den Libyern zu überlassen. Jetzt müsste verhindert werden, dass an einer Mittelmeerküste direkt gegenüber Europa ein neues Somalia entsteht.

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