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Einige Klicks im Netz – und der Reisepass ist weg

Frankreich kämpft mit einem umstrittenen Notrecht gegen die wachsende Zahl junger Terrortouristen, die in den Irak oder nach Syrien reisen.

930 Jihadisten aus Frankreich: Das schätzt Frankreichs Innenminister Bernard Cazeneuve.
930 Jihadisten aus Frankreich: Das schätzt Frankreichs Innenminister Bernard Cazeneuve.
Reuters

Es läuft ein Rennen gegen die Fatalität. So jedenfalls beschreibt es Loïc Garnier, Frankreichs Chefkoordinator gegen den Terrorismus. Als man ihn dieser Tage fragte, wie hoch er die Gefahr einschätze, dass Heimkehrer aus Syrien und dem Irak Attentate auf französischem Boden verüben könnten, sagte Garnier: «Es ist keine Frage des ‹Ob›, sondern nur eine Frage des ‹Wann›.» Dieser Satz prangte in fetten Schlagzeilen in allen Zeitungen. So, mit dem Tempo höchster Dringlichkeit, hat die französische Nationalversammlung nun auch eine Serie neuer Massnahmen verabschiedet, die dem Staat ermöglichen sollen, sogenannte «Kandidaten für den Jihad» früh genug aufzuspüren und sie vor einer Reise in die Arme der Terrorgruppen Islamischer Staat und al-Nusra abzufangen. Das Phänomen wächst seit einigen Monaten exponentiell.

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