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Eine Frage der Moral

Der Putschgeneral als Aufklärer: Ägyptens Staatsoberhaupt Abdel Fattah al-Sisi gibt nicht dem Westen die Schuld für den schlechten Ruf des Islam. Verantwortlich sei vielmehr die Umma selbst, die islamische Weltgemeinschaft. Ein Kommentar.

Überraschte bei seiner Rede: «Es kann ünmög1ich sein dass, 1,6 Milliarden Muslime die übrigen sieben Milliarden Erden­bewohner töten wollen, nur um selber leben zu können.»
Überraschte bei seiner Rede: «Es kann ünmög1ich sein dass, 1,6 Milliarden Muslime die übrigen sieben Milliarden Erden­bewohner töten wollen, nur um selber leben zu können.»
Keystone

Die Neujahrsansprache von Abdel Fattah al-Sisi erwies sich im Nachhinein wie eine theoretische Präambel zum Massaker durch radikale Muslime an der «Charlie-­Hebdo»-Redaktion in Paris eine Woche später. Das Staatsoberhaupt Ägyptens hatte vor sechshundert religiösen Führern und Koranstudenten in Kairos Azhar-Universität, der höchsten Instanz sunnitisch-muslimischer Gelehrsamkeit, in einer dramatischen Rede nichts weniger als eine «religiöse Revolution» gefordert.

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