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Ehemalige Boko-Haram-Geiseln werden von Befreiern festgehalten

Erst wurden sie von islamischen Extremisten entführt, versklavt und misshandelt. Nun werden sie schon wieder festgehalten – diesmal von den nigerianischen Streitkräften. Darunter auch die 16-jährige Binta Ibrahim.

UN-Botschafterin Samantha Power war bewegt von Bintas Geschichte: Die 16-jährige Muslimin kümmerte sich während der Geiselhaft um drei christliche Kleinkinder. (4. Mai 2015)
UN-Botschafterin Samantha Power war bewegt von Bintas Geschichte: Die 16-jährige Muslimin kümmerte sich während der Geiselhaft um drei christliche Kleinkinder. (4. Mai 2015)
AP Photo/Sunday Alamba, File

Aus der Geiselhaft der Boko Haram sind sie befreit worden. Frei sind sie aber immer noch nicht. Insgesamt 275 nigerianische Frauen und Mädchen bleiben vorerst in Gefangenschaft, diesmal in den Händen der Streitkräfte. Der Grund: Einige werden verdächtigt, noch Kontakt zu den Islamisten zu haben.

Selbst untereinander machen sich die Frauen Vorwürfe. Warum wurde eine von ihnen bevorzugt behandelt? Warum hat sie besseres Essen erhalten? Hat sie nicht einen Boko-Haram-Kämpfer geheiratet? Solche Fragen, berichten Augenzeugen, seien in Seelsorgegesprächen laut geworden. Die Frauen und Mädchen sind schwer gezeichnet von ihrer Gefangenschaft, während der sie vergewaltigt, versklavt und geschlagen wurden.

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