Zum Hauptinhalt springen

«Die westlichen Länder werden teuer dafür bezahlen»

Der syrische Präsident al-Assad nahm nach seiner Vereidigung drastische Worte in den Mund: Er werde kompromisslos gegen die Opposition vorgehen und den «Kampf nicht stoppen».

Erhielt angeblich fast 90 Prozent der Stimmen: Bashar al-Assad. (16. Juli 2014)
Erhielt angeblich fast 90 Prozent der Stimmen: Bashar al-Assad. (16. Juli 2014)
Syria TV, Reuters
Foto von der offiziellen Facebook-Seite des Präsidenten: Assad bei seiner Vereidigungszeremonie. (16. Juli 2014)
Foto von der offiziellen Facebook-Seite des Präsidenten: Assad bei seiner Vereidigungszeremonie. (16. Juli 2014)
Ho /The Official Facebook Page Of The Syrian Presi, AFP
Die Zeremonie fand im Präsidentenpalast in Damaskus statt. (16. Juli 2014)
Die Zeremonie fand im Präsidentenpalast in Damaskus statt. (16. Juli 2014)
Syria TV, Reuters
1 / 4

Sieben Wochen nach seiner umstrittenen Wiederwahl ist der syrische Präsident Baschar al-Assad für eine dritte Amtszeit vereidigt worden. In seiner Antrittsrede kündigte er ein kompromissloses Vorgehen gegen die Aufständischen in Syrien an.

«Wir werden den Kampf gegen den Terrorismus nicht stoppen, bis wir in jeder Ecke Syriens die Sicherheit wiederhergestellt haben», sagte Assad im Präsidentenpalast in Damaskus. «Bald werden wir sehen, dass die arabischen, regionalen und westlichen Länder, die den Terrorismus unterstützt haben, selbst sehr teuer dafür bezahlen werden», warnte Assad.

Sieben weitere Jahre

Zuvor hatte Assad seinen Amtseid geleistet. Der Machthaber trat dabei im Präsidentenpalast vor den Abgeordneten des Parlaments und Angehörigen von Syrern auf, die im Bürgerkrieg ums Leben gekommen sind.

Die geladenen Gäste feierten ihn nach dem Eid kurz mit lauten Rufen. Die neue Amtszeit dauert sieben Jahre. Assad hatte Anfang Juni die Präsidentenwahl mit 88,7 Prozent der Stimmen gewonnen.

Wahl eine «Farce»

Allerdings wurde die Wahl nur in Regionen abgehalten, die unter Kontrolle von Regierungstruppen stehen. Als Gegenkandidaten waren ausserdem nur zwei weitgehend unbekannte Personen zugelassen. Die Europäische Union hatte die Abstimmung als undemokratisch eingestuft. Die Opposition bezeichnete sie als «Farce».

Seit Beginn des Aufstands gegen das Regime im Frühjahr 2011 sind in Syrien mindestens 170'000 Menschen ums Leben gekommen. Der kürzlich gewählte Präsident des Oppositionsbündnisses Syrische Nationale Koalition, Hadi al-Bahra, betonte, Assad bleibe «die Hauptursache der Instabilität, nicht die Lösung des Konflikts».

SDA/thu

Dieser Artikel wurde automatisch aus unserem alten Redaktionssystem auf unsere neue Website importiert. Falls Sie auf Darstellungsfehler stossen, bitten wir um Verständnis und einen Hinweis: community-feedback@tamedia.ch