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Die Welt ist ohne Top-Terroristen ein besserer Ort

Diese erstaunliche Appeasement-Politik mit iranischen Ideologen, die alle westlichen Werte verabscheuen, ist nur schwer verständlich.

Appeasement mit Terroristen: Anhänger der Hizbollah mit dem Konterfei von Soleimani und einem Stirnband mit der Aufschrift: «Tod für Amerika».
Appeasement mit Terroristen: Anhänger der Hizbollah mit dem Konterfei von Soleimani und einem Stirnband mit der Aufschrift: «Tod für Amerika».
Keystone

Die Liste der «Errungenschaften», für die der von den USA getötete iranische Top-Terrorist Qassim Soleimani in seinem Land als «Märtyrer» verehrt wird, ist lang. Soleimani, von der CIA als «mächtigster Mann des Nahen Ostens» bezeichnet, hat den Staats­terror des Iran verantwortet. Nur wegen ihm ist Syriens Diktator Bashar al-Assad noch an der Macht, er gilt als verantwortlich für Kriegsverbrechen, für schreckliche Massaker in diesem vom Bürgerkrieg geschundenen Land, kurz: Er hat Tausende Zivilisten auf dem Gewissen.

Auch war er verantwortlich für die imperialistische Strategie des Iran in der ganzen Region, er veranlasste die Tötung von Hunderten amerikanischer Soldaten, er plante Terroranschläge in Europa, war Verbündeter und Held der Terrororganisationen Hamas und Hizbollah – und er wollte wenig überraschend auch den Staat Israel auslöschen.

Qassim Soleimani war kein guter Mensch, und die Kommentatoren, die die Welt ohne ihn als besseren Ort betrachten, liegen richtig – aber merkwürdigerweise sind sie in der Unterzahl, da viele aufgrund der «drohenden Eskalation», mancherorts ist sogar von einem dritten Weltkrieg die Rede, eher mit Donald-Trump-Bashing beschäftigt sind. Unverantwortlich sei seine Intervention gewesen, eine Provokation, und ganz dumm und unnötig sowieso; ein Klagelied, in das auch viele Politiker, die eigentlich Verbündete der USA sind, miteinstimmten.

Die kriegerische, aggressive Expansionspolitik des Iran sorgt längst für ungeheures Leid im Nahen und Mittleren Osten.

Der deutsche Aussenminister Heiko Maas etwa twitterte, dass ein «Flächenbrand in der Region» verhindert werden müsse, da die «Aktion» es nicht einfacher gemacht habe, Spannungen abzubauen. Er sah zwar ein, dass diese auf eine Reihe gefährlicher Provokationen des Iran erfolgt sei, aber eben: Unterstützung eines Partners sieht anders aus.

Natürlich birgt eine gezielte Eliminierung eines solch wichtigen politischen Akteurs der Gegenseite ein Risiko – aber jene Experten, die die Tötung des iranischen Chef-Terroristen als längst überfällig ansehen, haben einen Punkt, wenn sie sagen: Der Flächenbrand ist schon Realität, die kriegerische, aggressive Expansionspolitik des Iran sorgt längst für ungeheures Leid im Nahen und Mittleren Osten.

Für die USA und gegen den Terror

Dass viele Menschen, Sunniten und Schiiten, zuletzt eindrücklich gegen das Regime protestierten und über den Tod von Soleimani froh sind, müsste deshalb deutlicher geäussert werden – anstatt sich verzweifelt bei den Mullahs, die sich etwa damit brüsten, 15-jährige Homosexuelle in der Öffentlichkeit aufzuhängen, anzubiedern. Diese erstaunliche Appeasement-Politik mit Ideologen, die alle westlichen Werte verabscheuen, ist nur schwer verständlich.

Wie diese ticken, wurde in den letzten Tagen wieder deutlich ersichtlich. Politiker und viele Supporter schreien ihre wüsten Parolen, träumen vom «Tod Amerikas» und vom «Tod Israels». Die Tochter von Soleimani sprach vor den Trauernden, den USA und Israel stünde ein schwarzer Tag bevor – den Präsidenten nannte sie «ein Symbol der Dummheit und ein Spielzeug der Zionisten». Ein unmissverständlicher Aufruf zu dumpfer Gewalt. Und eigentlich ein klares Zeichen, dass alle Verbündeten unmissverständlich hinter den USA stehen müssten – und sicher nicht hinter einem Terrorregime.

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