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Die verlorene Ehre der westlichen Politik

Sigmar Gabriel lässt sich im Iran beleidigen und lobt danach den Gastgeber. Hinter der diplomatischen Jesus-Attitüde verbirgt sich Mutlosigkeit – ein Kommentar.

Iranische Willkommenskultur. Der deutsche Vizekanzler Sigmar Gabriel (r.) im Gespräch mit Irans Minister für Finanzen und Wirtschaft, Ali Tayebnia.
Iranische Willkommenskultur. Der deutsche Vizekanzler Sigmar Gabriel (r.) im Gespräch mit Irans Minister für Finanzen und Wirtschaft, Ali Tayebnia.
Keystone

Als Sigmar Gabriel, der deutsche Vizekanzler, nach Teheran reiste, wurde er erst einmal publizistisch begrüsst. «Lasst den Zionistenfreund nicht in unser Land», schrieb eine Zeitung der Revolutionsgarden. Dazu wurde ­Gabriels Bild gezeigt, wie durch ein Zielfernrohr. Auch der iranische Justizchef, Sadegh Laridschani, meldete sich zur Ankunft. «Falls ich in der Regierung oder Aussenminister wäre», sagte er, «hätte ich dieser Person nicht erlaubt, ins Land zu reisen.»

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