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«Die Schweiz stand in der Kritik»

Die Schweiz vermittelte in Mali zwischen Tuareg-Rebellen und Regierung. Trotzdem griff Frankreich militärisch ein. Mali-Experte Georg Klute sagt, wieso die Schweizer Bemühungen scheiterten.

Verliess den Verhandlungstisch einen Tag vor Abschluss eines Abkommens und griff den Süden an: Algabass Ag Intalla (Mitte), Verhandlungsführer der Ansar al-Din, bei einem Vermittlungstreffen mit Mitgliedern der malischen Regierung der MNLA in Ouagadougou. (4. Dezember 2012)
Verliess den Verhandlungstisch einen Tag vor Abschluss eines Abkommens und griff den Süden an: Algabass Ag Intalla (Mitte), Verhandlungsführer der Ansar al-Din, bei einem Vermittlungstreffen mit Mitgliedern der malischen Regierung der MNLA in Ouagadougou. (4. Dezember 2012)
AFP

Herr Klute, statt Frieden herrscht nun in Mali Krieg. Waren die Schweizer Bemühungen sinnvoll ?

Die Schweiz hatte bei den Vermittlungen einen anderen Weg als Deutschland und Frankreich eingeschlagen, was meiner Ansicht nach auch die richtige Haltung war. Während die Franzosen immer stark bemüht waren, ein militärisches Eingreifen nicht auszuschliessen, nahm sich Deutschland im letzten Sommer aus den Vermittlungen zurück. Es hiess: «Wir wollen ja jetzt nicht in die Position der Schweizer geraten.»

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