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Die Säurefrau

Ein verschmähter Verehrer blendete Ameneh Bahrami mit Schwefelsäure. Bald will sie mit dem Segen eines iranischen Gerichts ihrerseits dem Täter die Augen ausbrennen: «Es wird solchen Männern eine Lehre sein.»

«Feuer! Tausend Nadeln bohren sich in mein Gesicht»: Bahrami, mit Glasauge, am Frankfurter Hauptbahnhof, und vor dem Attentat als Studentin der Elektrotechnik in Teheran.
«Feuer! Tausend Nadeln bohren sich in mein Gesicht»: Bahrami, mit Glasauge, am Frankfurter Hauptbahnhof, und vor dem Attentat als Studentin der Elektrotechnik in Teheran.
Diana Djeddi, ZVG

Das Konferenzzimmer des gediegenen Frankfurter Hotels heisst «Vivaldi» – doch das Leben der Frau, die zum Interview empfängt, ist alles andere als gefällige Musik. Ameneh Bahrami, 32, trägt eine grossflächige Sonnenbrille. Vor sechs Jahren attackierte ein Kommilitone sie in einem Teheraner Park mit Schwefelsäure. Mehr als ein Dutzend Operationen folgten. Die Ärzte konnten ihr Gesicht, das nach dem Anschlag eine blutige Fleischmasse war, einigermassen wiederherstellen. Die Augen waren nicht zu retten. Das eine war sofort zerstört. Das andere floss Monate später aus.

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