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«Die humanitäre Lage hat sich dramatisch verändert»

Gewalt in Libyen: In Teilen des Landes ist nicht immer klar, wer gegen wen kämpft. Foto: Keystone

Herr Maurer, Sie sind gerade zurückgekommen von einem Besuch in Libyen, sowohl in Tripolis als auch in Bengasi. Wie hat sich die humanitäre Lage verändert seit dem Beginn der Offensive von General Khalifa Haftar auf Tripolis im vergangenen April?

Welche Auswirkungen hat die Blockade der Ölexporte durch General Khalifa Haftar?

Was heisst das für die Menschen? Gibt es Versorgungsengpässe? Könnten die Menschen in Tripolis in ihre Häuser zurückkehren, wenn es einen dauerhaften Waffenstillstand gäbe?

«Das ist vielleicht reversibel, wenn es schnell ein Ende der Kämpfe gibt und eine politische Lösung.»

Können Sie ein Beispiel nennen?

Die Berliner Konferenz und der Folgeprozess sind der Versuch, der deutschen Regierung, genau darauf hinzuwirken. Kann das gelingen oder sprechen nicht doch die Realitäten in Libyen eher dagegen?

In der Berliner Konferenz haben sich die Teilnehmer verpflichtet, das UN-Waffenembargo zu beachten. In der Abschlusserklärung ist auch festgehalten, dass es keine militärische Lösung des Konflikts gibt. Stimmt das mit der Realität überein, wie Sie sie jetzt in Libyen erlebt haben?

«In dem Konflikt in Libyen gibt es nicht nur zwei Seiten, sondern Dutzende.»

Die Türkei, Russland und die Vereinigten Arabischen Emirate, die ja die wichtigsten externen Akteure in diesem Konflikt sind, halten sich zugute, dass es zumindest eine Waffenruhe gebe. Stimmt das? Und ist sie stabil?

Was würde eine Entscheidungsschlacht um Tripolis bedeuten?

Sie haben mit allen Konfliktparteien in Libyen gesprochen. Sehen sie eine Bereitschaft, sich auf eine politische Lösung einzulassen und mit vertrauensbildenden Schritten darauf hinzuarbeiten?