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«Die Politik muss sich militärische Optionen offenhalten»

Sicherheitsexperte Johannes Varwick hält den Abschuss einer türkischen F-4 durch die Syrer für ein Versehen. Die Nato sieht er nicht auf eine Intervention zusteuern.

Amir Ali
Nach türkischen Angaben 8,6 nautische Meilen (rund 15,7 Kilometer) vor der syrischen Küste geborgen: Der Helm eines der Unglückspiloten des abgeschossenen F-4-Militärjets. (Undatiertes Handout-Bild, das die türkische Armee am 5. Juli 2012 veröffentlichte)
Nach türkischen Angaben 8,6 nautische Meilen (rund 15,7 Kilometer) vor der syrischen Küste geborgen: Der Helm eines der Unglückspiloten des abgeschossenen F-4-Militärjets. (Undatiertes Handout-Bild, das die türkische Armee am 5. Juli 2012 veröffentlichte)
Reuters
Drohte mit militärischer Reaktion: Der türkische Regierungschef Recep Tayyip Erdogan posiert im Cockpit eines Militärjets. (27. Juni 2012).
Drohte mit militärischer Reaktion: Der türkische Regierungschef Recep Tayyip Erdogan posiert im Cockpit eines Militärjets. (27. Juni 2012).
AFP
Zuvor hatte Erdogan erklärt, dass die Türkei auf einen Grenzübertritt syrischer Truppen in Zukunft mit einem militärischen Angriff reagieren werde. (26. Juni 2012)
Zuvor hatte Erdogan erklärt, dass die Türkei auf einen Grenzübertritt syrischer Truppen in Zukunft mit einem militärischen Angriff reagieren werde. (26. Juni 2012)
Keystone
Auch die Nato schickte eine scharfe Warnung nach Damaskus: Man werde die Lage genau beobachten, sagte der Nato-Generalsekretär Anders Fogh Rasmussen nach einer von der Türkei beantragten Krisensitzung. (26. Juni 2012)
Auch die Nato schickte eine scharfe Warnung nach Damaskus: Man werde die Lage genau beobachten, sagte der Nato-Generalsekretär Anders Fogh Rasmussen nach einer von der Türkei beantragten Krisensitzung. (26. Juni 2012)
Reuters
Stein des Anstosses: Ein Jet der türkischen Luftwaffe soll Mitte Juni während einer Übungsmission kurzzeitig in syrischen Luftraum eingedrungen sein – auf dem Bild ein türkischer Soldat.
Stein des Anstosses: Ein Jet der türkischen Luftwaffe soll Mitte Juni während einer Übungsmission kurzzeitig in syrischen Luftraum eingedrungen sein – auf dem Bild ein türkischer Soldat.
Keystone
Das Flugzeug wurde daraufhin vom syrischen Regime abgeschossen. Laut Angaben der Türkei hatte es sich zu diesem Zeitpunkt aber wieder in internationalem Luftraum befunden – F-4-Jet auf der Landebahn.
Das Flugzeug wurde daraufhin vom syrischen Regime abgeschossen. Laut Angaben der Türkei hatte es sich zu diesem Zeitpunkt aber wieder in internationalem Luftraum befunden – F-4-Jet auf der Landebahn.
Keystone
Syrien behauptet dagegen, der Vorfall habe sich in syrischem Luftraum zugetragen: Details des Fluges des türkischen Jets auf einer im syrischen Staatsfernsehen ausgestrahlten Karte. (23. Juni 2012)
Syrien behauptet dagegen, der Vorfall habe sich in syrischem Luftraum zugetragen: Details des Fluges des türkischen Jets auf einer im syrischen Staatsfernsehen ausgestrahlten Karte. (23. Juni 2012)
Keystone
Die Überreste des türkischen Jets liegen offenbar 1000 Meter tief im Mittelmeer: Ein syrischer Soldat zeigt im Fernsehen den Standort des Wracks. (23. Juni 2012)
Die Überreste des türkischen Jets liegen offenbar 1000 Meter tief im Mittelmeer: Ein syrischer Soldat zeigt im Fernsehen den Standort des Wracks. (23. Juni 2012)
Keystone
Der türkische Aussenminister Ahmet Davutoglu (im Bild links) bestätigt, dass der Jet für kurze Zeit syrischen Luftraum überflogen hat.
Der türkische Aussenminister Ahmet Davutoglu (im Bild links) bestätigt, dass der Jet für kurze Zeit syrischen Luftraum überflogen hat.
Keystone
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Herr Varwick, ein türkischer Kampfpilot dringt versehentlich in den syrischen Luftraum ein. Dort herrscht Krieg. Die Türken bezeichnen dies als Routine. Ist das wirklich vorstellbar?

Das würde ich von den technischen Rahmenbedingungen her tatsächlich als Routine bezeichnen. Die Jets sind mit sehr hohen Geschwindigkeiten unterwegs, da handelt es sich dann um Sekunden. In dieser Region, die sich in einer derart heiklen Situation befindet, dürften solche Dinge jedoch nicht passieren.

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