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«Die Bilder erinnern tatsächlich an 1960»

In Südafrika endete ein Aufstand der Minenarbeiter in einem Blutbad. Südafrika-Korrespondent Johannes Dieterich sagt, was die Vorfälle mit der politischen Situation des Landes zu tun haben.

Unter Polizeiaufsicht: Auch einige der Minenarbeiter, die nach den Ausschreitungen festgenommen worden waren, kehren an ihren Arbeitsplatz zurück. (20. August 2012)
Unter Polizeiaufsicht: Auch einige der Minenarbeiter, die nach den Ausschreitungen festgenommen worden waren, kehren an ihren Arbeitsplatz zurück. (20. August 2012)
Reuters
Verzweiflung: Eine Frau trauert, wo die Minenarbeiter getötet wurden. (19. April 2012)
Verzweiflung: Eine Frau trauert, wo die Minenarbeiter getötet wurden. (19. April 2012)
AFP
Vom Gewerkschaftsstreit zum Blutbad: Polizisten und Streikende in Rustenburg, nordwestlich von Johannesburg. (16. August 2012)
Vom Gewerkschaftsstreit zum Blutbad: Polizisten und Streikende in Rustenburg, nordwestlich von Johannesburg. (16. August 2012)
Reuters
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Herr Dieterich, wie sieht die Situation vor Ort derzeit aus? Es scheint ruhig zu sein. Die Anzahl der Getöteten steigt jedoch laufend. Es ist der schlimmste Vorfall seit dem Ende der Apartheid.

Die Bilder erinnern an die brutale Niederschlagung von Anti-Apartheid-Demonstrationen. Was ist dran an dieser Assoziation? Die Bilder erinnern tatsächlich an 1960, als weisse Polizisten auf Demonstranten schossen, oder an die Unruhen und Massaker, wohinter die Polizei vermutet wurde, als Mandela an die Macht kam. Doch die Situation ist nicht vergleichbar. Der Konflikt schliesst nicht die Staatsmacht oder die Polizei mit ein.

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