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«Der Westen sollte jetzt Augenmass wahren»

Nahost-Experte Ulrich Tilgner wertet die Einigung im Atomstreit mit dem Iran als grossen Erfolg für Barack Obama. Im Gespräch erklärt er, was die Knackpunkte der kommenden Monate sein werden.

Amir Ali
Handshake nach nächtlichem Stelldichein: US-Aussenminister Kerry und sein iranischer Amtskollege Sarif in Genf. (24. November 2013)
Handshake nach nächtlichem Stelldichein: US-Aussenminister Kerry und sein iranischer Amtskollege Sarif in Genf. (24. November 2013)
Keystone

Herr Tilgner, der US-Präsident hat die Übergangseinigung im Atomstreit als «bedeutend und handfest» bezeichnet. Teilen Sie diese Einschätzung?

Es ist ein Kompromiss in letzter Minute erzielt worden. Er nimmt jenen im US-Senat den Wind aus den Segeln, die trotz der Verhandlungen die Sanktionen verschärfen wollen. Für Obama ist das ein grosser Erfolg. Es bleiben aber Störmanöver zu erwarten, und zwar von Hardlinern auf beiden Seiten. Wichtig ist aber: Die Amerikaner haben ihre ablehnende Haltung gegenüber Teheran abgelegt und sind daran, die Islamische Republik anzuerkennen. Möglicherweise kommt damit etwas Ruhe in die Region.

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