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«Das schockiert die extrem Konservativen»

Mit Hassan Rohani gewinnt überraschend ein gemässigter Politiker die iranischen Präsidentschaftswahlen. Nahost-Experte Ulrich Tilgner über die Machtverschiebung und deren Bedeutung für den Westen.

Gewinnt im ersten Wahlgang: Präsidentschaftskandidat Hassan Rohani vor den Wahlen bei einer Kundgebung in Teheran. (1. Juni 2013)
Gewinnt im ersten Wahlgang: Präsidentschaftskandidat Hassan Rohani vor den Wahlen bei einer Kundgebung in Teheran. (1. Juni 2013)
AP
Feiern den Ausgang der Wahl: Iranerinnen und Iraner in Teheran. (15. Juni 2013)
Feiern den Ausgang der Wahl: Iranerinnen und Iraner in Teheran. (15. Juni 2013)
AFP
Reformkandidaten nehmen an den Wahlen nicht teil: Iraner in Teheran. (13. Juni 2013)
Reformkandidaten nehmen an den Wahlen nicht teil: Iraner in Teheran. (13. Juni 2013)
AP
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Herr Tilgner, die Wahlen im Iran wurden von Vertretern des Westens vorab als undemokratisch kritisiert. Sie sind vor Ort in Teheran. Was ist Ihr Eindruck: Verlief der Urnengang fair und demokratisch? Die Stimmenabgabe in den Wahllokalen verlief fair, und es war ein grosses Bemühen zu spüren, dass alles regelkonform erfolgt. Kritisiert wurde ja vor allem, dass verschiedene Bewerber nicht kandidieren durften. Das Auswahlverfahren ist jedoch in allen Ländern anders; in vielen Staaten bestimmen ja beispielsweise die Parteien die Kandidaten. Insofern sind dies schlicht die Spielregeln, unter denen die Wahlen hier stattfinden. Bisher spricht jedoch niemand davon, dass gefälscht wurde.

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