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Das Fundraising der al-Qaida

Auch ein Glaubenskrieg kostet Geld. Wie das Terrornetzwerk al-Qaida zu seinen Mitteln kommt, zeigen Dokumente aus dem Haus des getöteten Osama Bin Laden.

Sorgt für Aufmerksamkeit und Einnahmen: Ein Video-Still zeigt einen der vier Franzosen, die im September von der al-Qaida im Maghreb als Geisel genommen wurden. (26. April 2011)
Sorgt für Aufmerksamkeit und Einnahmen: Ein Video-Still zeigt einen der vier Franzosen, die im September von der al-Qaida im Maghreb als Geisel genommen wurden. (26. April 2011)
Reuters

Das Terrornetzwerk al-Qaida greift für seine Finanzierung offenbar zunehmend auf Entführungen mit Lösegeldforderungen zurück. Dies zeigen im Anwesen des getöteten Qaida-Chefs Osama Bin Laden im pakistanischen Abbottabad gefundene Dokumente.

Wie ein US-Regierungsvertreter, der anonym bleiben wollte, gestern sagte, zeigen die Dokumente, dass Entführungen als Mittel gegen die finanziellen Probleme des Netzwerks gesehen würden. Es sei klar, dass sich al-Qaida in den vergangenen Jahren der Entführungen bedient habe, um damit «terroristische Operationen» zu finanzieren, sagte ein weiterer US-Vertreter.

Private Spenden von Saudis

In internationaler Zusammenarbeit wird seit 2001 versucht, den Zahlungsverkehr zur Finanzierung des Terrorismus zu identifizieren und zu stoppen. Dies geschieht überwiegend durch die Überwachung internationaler Geldtransfers.

Nach Einschätzung der USA stellen allerdings vor allem private Spenden aus Saudiarabien noch immer «die wesentliche Finanzierungsquelle sunnitischer Terrorgruppen» dar, wie aus einer US-Depesche von 2009 hervorgeht, die das Enthüllungsportal Wikileaks veröffentlichte.

Andere Depeschen zeigen die Nachsichtigkeit anderer Länder der Region im Kampf gegen die Finanzierung dieser Gruppen auf. Dabei werden vor allem Qatar und Kuwait genannt. Einem ranghohen Vertreter des US-Finanzministeriums zufolge verlor die Qaida mit dem Tod Bin Ladens jedoch eine Symbolfigur zur Beschaffung finanzieller Mittel.

SDA/ami

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