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Bush will nur 8000 Soldaten aus Irak abziehen

Über einen weiteren Abzug der US-Truppen im Irak soll der Nachfolger von Präsident George W. Bush im nächsten Jahr entscheiden.

US-Präsident George W. Bush will die Weichenstellungen für das Ende des Irak-Einsatzes seinem Nachfolger überlassen. In seiner Amtszeit will er nur noch 8000 Soldaten abziehen, wie er in einer Rede in der National Defense University in Washington erklärte.

Für den Fall einer anhaltenden Stabilisierung der Lage stellte er einen weiteren Truppenabzug in der ersten Hälfte 2009 in Aussicht, aber die Entscheidung darüber fällt seinem Nachfolger zu, der Ende Januar sein Amt im Weissen Haus antritt. Bush kündigte zugleich eine Verstärkung der US-Truppen in Afghanistan um etwa 4500 Soldaten an.

Bushs Irak-Fahrplan für den Rest seiner Amtszeit bedeutet im Kern, dass die Zahl der US-Soldaten bis ins nächste Jahr hinein nur unwesentlich verändert wird. Die Truppenstärke liegt derzeit bei etwa 146'000 Soldaten.

Empfehlung von Petraeus

Der Kommandant der US-Truppen im Irak, David Petraeus, hatte dem Präsidenten empfohlen, die gegenwärtige Zahl bis zum Sommer nächsten Jahres in etwa beizubehalten, um die erzielten Erfolge bei der Eindämmung der Gewalt nicht zu gefährden.

Bushs Entscheidung gilt als seine möglicherweise letzte zur Truppenstärke im Irak vor seinem Ausscheiden aus dem Amt. In acht Wochen wird sein Nachfolger bestimmt.

Obama kritisiert

Der demokratische Präsidentschaftskandidat Barack Obama kritisierte den Bush-Plan. Das Weisse Haus lehne nach wie vor einen umfassenden Zeitplan für einen Truppenabzug ab und sende das falsche Signal an die irakische Regierung, sagte Obama bei einem Wahlkampfauftritt in Ohio.

Der Republikaner John McCain will den Einsatz solange wie erforderlich fortführen, ohne sich auf eine Zeitgrenze festzulegen. Umfragen zufolge lehnen zwei Drittel der US-Wähler den Einsatz im Irak ab.

SDA/vin

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