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Bombenanschlag erschüttert Damaskus

Im Osten der syrischen Hauptstadt detonierte eine Autobombe. Dabei wurden mindestens fünf Menschen getötet und Dutzende verletzt. Derweil werden erneut Assads Chemiewaffen zum Thema.

Gefährlicher Alltag in Damaskus: Die Bilder zeigen offenbar das Auto, in dem die Bombe versteckt war. (22. Dezember 2012)
Gefährlicher Alltag in Damaskus: Die Bilder zeigen offenbar das Auto, in dem die Bombe versteckt war. (22. Dezember 2012)
AFP

Bei einem Bombenanschlag in Damaskus sind nach Angaben syrischer Oppositioneller fünf Menschen getötet worden. Dutzende weitere seien verletzt worden, als der in einem Auto versteckte Sprengsatz im Osten der syrischen Hauptstadt explodiert sei.

Das teilte die in Grossbritannien ansässige Syrische Beobachtungsstelle für Menschenrechte mit. Zudem habe es im Süden der Stadt Kämpfe zwischen Regierungstruppen und Rebellen gegeben.

Assad soll nicht zu Rücktritt gedrängt werden

In den nächsten Tagen wird der UNO-Sondergesandte Lakhdar Brahimi in Syrien erwartet. Brahimi wolle mit Präsident Bashar al-Assad und mit Oppositionsgruppen über den Konflikt beraten, verlautete aus Kreisen der Arabischen Liga. Noch vor Jahresende soll Brahimi auch zu Gesprächen nach Russland reisen, das mit China als wichtigster Verbündeter Assads gilt.

Russland wies erneut Forderungen zurück, Assad zum Rücktritt zu drängen. Niemand könne diesen Krieg gewinnen, sagte Aussenminister Sergej Lawrow auf dem Rückflug vom EU-Russland-Gipfel in Brüssel. Auch ein Rücktritt Assads werde nicht unbedingt das Ende der Kämpfe herbeiführen.

Der Konflikt könne sich sogar noch verschärfen. Zusammen mit China hat Russland im UNO-Sicherheitsrat wiederholt schärfere Resolutionen gegen Assad verhindert. In dem seit 20 Monaten andauernden Aufstand gegen Assad kamen mehr als 40'000 Menschen ums Leben.

Chemiewaffen in Zentren

Die syrische Regierung hat nach russischen Angaben die Kontrolle über die Chemiewaffen im Land. Die syrischen Behörden hätten die C-Waffen-Vorräte «in ein oder zwei Zentren konzentriert», sagte Russlands Aussenminister Sergej Lawrow.

Vorher seien die Waffen über das ganze Land verteilt gewesen, sagte Lawrow am Samstag der Nachrichtenagentur Interfax zufolge. Die syrische Führung tue alles, um die Waffen zu sichern.

Auch die USA hätten zugestanden, dass Chemiewaffen in Händen der Regierungsgegner die grösste Gefahr in Syrien seien, sagte Lawrow. Er kündigte an, dass der UNO-Sonderbeauftragte Lakhdar Brahimi bald nach Moskau reisen werde. Russland ist ein Partner des Machthabers Baschar al-Assad; die USA hatten Assads Sturz zum Ziel erklärt.

(SDA)

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