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Barack Obamas Etikettenschwindel

Mit dem Abzug der US-Kampftruppen beginnt die «Operation Morgenröte». Washington möchte damit vermitteln, im Irak herrschten geordnete Verhältnisse.

Gefangen in sich widersprechenden Zwängen: Barack Obama.
Gefangen in sich widersprechenden Zwängen: Barack Obama.
Keystone

Politik lebt oft vom Symbolischen. Deshalb wird in der kommenden Woche in Bagdad eine amerikanisch-irakische Militärzeremonie stattfinden: Reden, Flaggen, Blechkapellen, salutierende Soldaten. Siebeneinhalb Jahre nach Kriegsbeginn wird die US-Armee die Verantwortung für die Sicherheit im Irak an die Bagdader Regierung übergeben. Während in den letzten Tagen die Fernsehbilder der abziehenden US-Panzer die Nachrichten dominierten, wollen die amerikanischen Politiker und Generäle ihre Botschaft jetzt mundgerecht zusammenfassen: Das arabische Land steht nach dem von aussen erzwungenen Sturz der Saddam-Diktatur wieder auf eigenen Füssen. «Operation Morgenröte» heisst diese neue Phase irakisch-amerikanischer Beziehungen: Der Name will den Optimismus vermitteln, der sich von selbst nicht einstellt.

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