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Assad sieht Schuld am Terror beim Westen

Im syrischen Bürgerkrieg schaute der Dikator zu, wie der Islamische Staat immer stärker wurde. Trotzdem spricht er von einer «fehlgeleiteten Politik des Westens».

Führt seit Jahren Krieg gegen sein eigenes Volk: Der syrische Diktator Bashar al-Assad. (4. Oktober 2015)
Führt seit Jahren Krieg gegen sein eigenes Volk: Der syrische Diktator Bashar al-Assad. (4. Oktober 2015)
Keystone

Der syrische Machthaber Bashar al-Assad hat den Westen für die Ausbreitung des Terrors mitverantwortlich gemacht. Die Terrorangriffe in Paris seien untrennbar damit verbunden, was seit fünf Jahren in Syrien passiere, sagte Assad am Samstag. Das berichtete die amtliche syrische Nachrichtenagentur Sana. Assad äusserte sich demnach bei einem Treffen mit einer Delegation französischer Politiker und Medienvertreter. «Die fehlgeleitete Politik der westlichen Staaten, vor allem Frankreichs (...) haben zur Expansion des Terrorismus beigetragen», sagte Assad.

In Wien suchen derzeit die Aussenminister und Vertreter aus 17 Staaten Auswege aus dem Bürgerkrieg in Syrien. Darunter sind die fünf Uno-Vetomächte, Deutschland, der Iran und Saudiarabien. Die Rolle Assads ist ein Streitpunkt. Westliche Länder wie Frankreich, die USA und Grossbritannien, aber auch Golfstaaten wie Saudiarabien fordern seinen Rücktritt. Russland und Iran unterstützen den Dikator dagegen mit militärischen Mitteln und haben so einen Zusammenbruch seines Regimes verhindert.

Zu den Anschlägen in Paris hat sich inzwischen der Islamische Staat (IS) bekannt. Assad hatte die immer stärkere Präsenz des IS in Syrien lange toleriert und auch wirtschaftlich mit den Jihadisten kooperiert. Die Aufkommen der Terrororganisation hatte im Bürgerkrieg zunächst vor allem Assads militärische Gegner geschwächt. Seit September fliegt Russland Luftangriffe in Syrien. Diese richten sich ebenfalls primär gegen Assads direkte Gegner und nur in zweiter Linie gegen den IS.

sda/ldc

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