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Assad lässt Rebellen wieder mit Raketen beschiessen

«Die Taten eines verzweifelten Regimes kurz vor dem Kollaps»: So bezeichnet die Nato den erneuten Beschuss syrischer Aufständischer mit Scud-Raketen. Die Regierung in Damaskus dementiert.

Ganze Strassenzüge sind in Syrien mittlerweile zerstört: Ein Mann geht an den Überresten von Gebäuden in der Nähe von Damaskus entlang. (17. Dezember 2012)
Ganze Strassenzüge sind in Syrien mittlerweile zerstört: Ein Mann geht an den Überresten von Gebäuden in der Nähe von Damaskus entlang. (17. Dezember 2012)
Reuters

Die syrischen Regierungstruppen haben im Kampf gegen die Aufständischen nach Nato-Angaben erneut Scud-Raketen eingesetzt. Es sei der Abschuss mehrerer Raketen registriert worden, sagte Nato-Generalsekretär Anders Fogh Rasmussen heute. Es handle sich um die Taten «eines verzweifelten Regimes kurz vor dem Kollaps». Auch wenn die Raketen nicht auf die Türkei abgefeuert worden seien, zeige der Abschuss die Notwendigkeit der jüngst beschlossenen Stationierung von Patriot-Abwehrsystemen in dem Nato-Land an der Grenze zu Syrien.

Aus Nato-Kreisen verlautete, der letzte Start sei gestern erfolgt. Es gab jedoch keine Angaben, von wo oder wohin die Raketen abgeschossen wurden. Die Regierung in Damaskus bestreitet bisher, Scud-Raketen im Kampf gegen die Rebellen eingesetzt zu haben. Bei der Scud handelt es sich um eine Mittelstreckenrakete sowjetischer Bauart mit einem Sprengkopf von bis zu 1000 Kilogramm. Sie kann neben konventionellen auch mit chemischen oder atomaren Sprengköpfen ausgestattet werden.

Niederländisches Parlament sagt Ja

Eine Woche nach dem deutschen Parlament hat nun auch die niederländische Volksvertretung dem Einsatz von Patriot-Abwehrsystemen in der Türkei zugestimmt. Nach einer fast siebenstündigen Debatte in der Nacht auf heute unterstützte eine grosse Parlamentsmehrheit den Einsatz.

Dagegen stimmten die oppositionellen Sozialisten und Rechtspopulisten. Die Niederlande werden zwei Einheiten des Raketenabwehrsystems mit maximal 360 Soldaten in die Türkei schicken.

Enge Zusammenarbeit mit Deutschland

Am 8. Januar sollen die Einheiten die Niederlande verlassen und Ende Januar einsatzbereit sein. Die Niederlande würden bei der Stationierung eng mit Deutschland zusammenarbeiten, sagte Verteidigungsministerin Jeanine Hennis-Plasschaert.

Deutschland verlegt ebenfalls zwei Patriot-Systeme mit bis zu 400 Soldaten. Auch von den USA sollten zwei Staffeln in die Türkei kommen. Die Türkei hatte die Nato-Partner um Stationierung der Systeme ersucht, um sich gegen mögliche Angriffe aus Syrien zu schützen.

(AFP)

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