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«Arabische Länder sehen Israel nicht mehr als Gegner»

Der israelische Ministerpräsident Benjamin Netanyahu glaubt, der islamistische Terror habe auch positive Auswirkungen auf die Beziehungen zu arabischen Staaten.

«Die Bedrohung durch den islamistischen Terrorismus betrifft zuerst die Muslime»: Benjamin Netanyahu in Bogotá. (13. September 2017)
«Die Bedrohung durch den islamistischen Terrorismus betrifft zuerst die Muslime»: Benjamin Netanyahu in Bogotá. (13. September 2017)
Raul Arboleda, AFP

Nach Einschätzung des israelischen Ministerpräsidenten Benjamin Netanyahu sehen arabische Staaten Israel wegen des islamistischen Terrorismus nicht mehr nur als Gegner, sondern auch als unerlässlichen Partner an. Dies sagte Netanyahu am Mittwoch nach einem Treffen mit dem kolumbianischen Präsidenten und Friedensnobelpreisträger Juan Manuel Santos in Bogotá.

«Die Bedrohung durch den islamistischen Terrorismus betrifft zuerst die Muslime und dann den Rest der Welt.» Das habe zu einer neuer Beziehung zwischen Israel und den arabischen Länder geführt.

Begeistert von Kolumbien

Netanyahu befindet sich derzeit auf der ersten Reise eines israelischen Regierungschefs nach Lateinamerika. Zuvor hatte er Argentinien besucht, am Donnerstag wurde er in Mexiko erwartet. Später wollte er zur UNO-Vollversammlung in New York weiterreisen.

In Kolumbien unterzeichneten die beiden Regierungschefs eine Absichtserklärung über wissenschaftliche Zusammenarbeit und ein Abkommen über Tourismus. «Wir sind begeistert von den Möglichkeiten, die sich nach dem Ende des Konflikts in Kolumbien bieten», sagte Netanyahu.

Die Regierung hatte im vergangenen Jahr einen Friedensvertrag mit der linken Farc-Guerilla unterzeichnet und damit einen seit Jahrzehnten andauernden Konflikt mit rund 220'000 Toten beigelegt.

SDA/rub

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