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Anschläge im Minutentakt im Irak

Der Irak wird von einer neuen Terrorwelle erschüttert. Heute detonierten binnen weniger Minuten zehn Bomben an verschiedenen Plätzen in der Hauptstadt Bagdad. Mindestens 51 Personen sind tot.

Jugendliche inspizieren den Anschlagsort: Sadr City, Bagdad. (30. September 2013)
Jugendliche inspizieren den Anschlagsort: Sadr City, Bagdad. (30. September 2013)
Reuters

Eine Serie von Autobombenanschlägen hat in Bagdad mindestens 51 Menschen das Leben gekostet. Mehr als hundert weitere Menschen wurden verletzt. Die Regierung machte Aufständische mit Verbindungen zur Al-Qaida für die Anschläge verantwortlich.

Die folgenschwerste Attacke ereignete sich am Morgen im schiitisch geprägten Viertel Sadr City im Osten der Hauptstadt: Dort explodierte ein in einem geparkten Auto deponierter Sprengsatz; sieben Menschen kamen ums Leben, 16 wurden verletzt. Ein Gemüsemarkt und ein umliegender Parkplatz wurden zerstört, wie ein Polizeisprecher sagte.

Welle der Gewalt seit April

Daraufhin kam es in kurzen Abständen zu zehn weiteren Explosionen, bei denen ebenfalls an Märkten und Parkplätzen mindestens 44 Menschen getötet und 139 weitere verletzt wurden. Sicherheitskräfte riegelten die Tatorte grossräumig ab, Feuerwehrleute kämpften gegen die Flammen. Vertreter der Gesundheitsbehörden bestätigten die Opferzahlen.

Zu den Anschlägen bekannte sich zunächst niemand. Laut dem Innenministerium gingen die Bluttaten auf das Konto von Al-Qaida nahestehenden Aufständischen. Diese nutzten die politischen Machtkämpfe und Sicherheitsmängel aus, um Attentate zu verüben, sagte Ministeriumssprecher Saad Maan der Nachrichtenagentur AP. «Unser Krieg gegen den Terrorismus geht weiter». Dazu müssten jedoch die geheimdienstlichen Fähigkeiten der Behörden verbessert werden.

Seit April wird der Irak von einer Welle der Gewalt überzogen, die mehr als 4500 Menschen das Leben kostete. Sunnitische Aufständische kämpfen gegen die Macht der Schiiten, diese verüben Racheakte. Erst am Sonntag wurden bei Anschlägen an verschiedenen Orten im Land mindestens 46 Menschen getötet.

AP/bru

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