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Anschläge auf Fussball-Fans

Durch zwei Explosionen in Uganda kamen mindestens 64 Menschen ums Leben. Sie hatten sich den WM-Final angeschaut. Obama sprach von «bedauerlichen und feigen Angriffen».

Die Explosionen ereigneten sich in einem belebten Vorort: Anschlag in Kampala.
Die Explosionen ereigneten sich in einem belebten Vorort: Anschlag in Kampala.
Keystone

65 Personen seien bei den Explosionen in der Hauptstadt Kampala verletzt worden, sagte ein Polizei-Sprecher. Die Explosionen ereigneten sich nach Angaben der Polizei in einem äthiopischen Restaurant in Kabalagala, einem belebten Vorort südlich von Kampala, sowie in einem Rugby-Club im Osten der Stadt. Die Nationalitäten der Getöteten würden später mitgeteilt, hiess es.

An beiden Orten hatten sich zahlreiche Fussballfans aufgehalten, die sich das Endspiel der Fussball-WM ansahen. Die Polizei ging daher von gezielten Angriffen mutmasslicher Terroristen aus. Bisher hat sich jedoch niemand zu den Anschlägen bekannt. Der Generalinspektor der ugandischen Polizei, Kale Kayihura, brachte die Angriffe mit jüngsten Drohungen von Islamisten in Somalia in Verbindung. So hatte die Shebab-Miliz, die Verbindungen zum Terrornetzwerk al-Qaida haben soll, mit Angriffen in Uganda und Burundi gedroht.

Sportclub abgesperrt

Grund sind Friedenstruppen, die die ostafrikanischen Länder im Rahmen der Mission der Afrikanischen Union (AMISOM) zur Unterstützung im Kampf gegen die Rebellen nach Somalia schickten. Die Bomben seien gezielt gegen grosse Menschenmengen eingesetzt worden, sagte Kayihura. An den Tatorten waren zahlreiche Sicherheitskräfte im Einsatz. Zugangsstrassen zu dem Restaurant und dem Sportclub wurden gesperrt und Gebäude abgeriegelt. Kayihura riet den Bewohnern Kampalas, Menschenansammlungen vorerst zu meiden.

US-Präsident Barack Obama verurteilte die Vorfälle. Der US-Präsident sei «zutiefst betrübt» über den Verlust von Menschenleben durch diese «bedauerlichen und feigen Angriffe», erklärte der Sprecher des Nationalen Sicherheitsrats, Mike Hammer, in Washington. Die USA seien bereit, Uganda «jegliche Hilfe» zukommen zu lassen. Nach Angaben eines Regierungsvertreters schaltete Washington bereits seine Botschaft in Kampala ein.

SDA/sam

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