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Al-Qaida-Chef ruft Muslime zu Entführungen auf

In einem Video hat der Chef der Terrorgruppe al-Qaida, Aiman al-Sawahiri, Muslime in aller Welt dazu ermuntert, Staatsangehörige aus dem Westen zu verschleppen.

Ruft die Ägypter zu einem Volksaufstand auf: Der al-Qaida-Chef Aiman al-Sawahiri im Jahr 2006.
Ruft die Ägypter zu einem Volksaufstand auf: Der al-Qaida-Chef Aiman al-Sawahiri im Jahr 2006.

Al-Qaida-Chef Aiman al-Sawahiri hat die Muslime in der Welt zur Entführung von Staatsangehörigen westlicher Länder aufgerufen. «Ich rufe Muslime auf, Bürger aus Ländern zu verschleppen, die Kriege gegen Muslime führen», sagte er nach Angaben des auf die Auswertung islamistischer Internetseiten spezialisierten US-Unternehmens SITE in einem Video. Damit solle die Freilassung von Gefangenen der Islamisten-Organisation erreicht werden, erklärte er.

Seine Landsleute in Ägypten rief al-Sawahiri zu einem «Volksaufstand» auf, «um die abgebrochene Revolution zu vollenden». «Die Schlacht ist nicht vorbei, sondern hat begonnen», sagte er. Die ägyptische Regierung unter dem aus der Muslimbruderschaft stammenden Präsidenten Mohammed Mursi bezeichnete al-Sawahiri als korrupt. Die Mehrheit der Muslime in seinem Heimatland wolle das islamische Schariarecht, eine Befreiung vom Einfluss der USA und einen Sieg der Palästinenser über Israel.

Obama auf der Seite der Verlierer

US-Präsident Barack Obama sei ein «professioneller Lügner», sagte der Chef des Terrornetzwerks zudem. Obama stehe bereits auf der Seite der Verlierer, die Islamisten hingegen auf der Gewinnerseite.

Insbesondere lobte er die Verschleppung des Mitarbeiters einer Hilfsorganisation aus den USA im vergangenen Jahr in Pakistan. Zugleich rief Sawahiri seine Glaubensbrüder auf, sich dem Aufstand gegen den syrischen Präsidenten Bashar al-Assad anzuschliessen.

Der internationalen Gemeinschaft warf er vor, Assad eine «Lizenz zum Töten» gegeben zu haben. An dem Aufstand in Syrien beteiligen sich auch islamistische Gruppierungen.

SDA/wid

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