Zum Hauptinhalt springen

Al-Qaida bekennt sich zu Anschlag

Ein Arm der Terrororganisation hat nach eigenen Angaben das Attentat auf ein Armeezentrum im Irak ausgeübt. Sie begründen die Tat mit Verrat.

Der Anschlag galt Einheimischen: Angehörige trauern um ein 24-jähriges Opfer des Attentats am Dienstag in Najaf südlich von Bagdad.
Der Anschlag galt Einheimischen: Angehörige trauern um ein 24-jähriges Opfer des Attentats am Dienstag in Najaf südlich von Bagdad.

Ein Ableger der Terrororganisation al-Qaida im Irak hat sich zu dem bislang blutigsten Selbstmordanschlag des Jahres in dem Land bekannt. Wie das auf islamistische Websites spezialisierte US-Unternehmen SITE am Freitag mitteilte, übernahm der Islamische Staat im Irak die Verantwortung für das Attentat auf ein Rekrutierungsbüro der Armee in Bagdad, bei dem 59 Menschen getötet worden waren.

Der Anschlag habe eine Gruppe von Schiiten und «Abtrünnigen» getroffen, «die ihre Seele für Geld verkauft haben und um ein Instrument im Krieg gegen die irakischen Sunniten zu werden», erklärte der al-Qaida-Arm demnach auf mehreren Websites. Die irakische Regierung hatte bereits am Dienstag al-Qaida für die Tat verantwortlich gemacht, die die Handschrift des Terrornetzwerks trage.

Bei dem Anschlag während des muslimischen Fastenmonats Ramadan waren zudem mindestens 100 Menschen verletzt worden. Laut irakischem Verteidigungsministerium waren die Mehrzahl der Opfer junge Männer, die sich für den Militärdienst einschreiben wollten. Trotz der Sorge, dass die irakischen Behörden noch nicht alleine die Verantwortung für die Sicherheit im Lande tragen können, zogen die US-Streitkräfte am Donnerstag mehr als sieben Jahre nach dem Einmarsch im Irak ihre letzte Kampfbrigade ab.

AFP/oku

Dieser Artikel wurde automatisch aus unserem alten Redaktionssystem auf unsere neue Website importiert. Falls Sie auf Darstellungsfehler stossen, bitten wir um Verständnis und einen Hinweis: community-feedback@tamedia.ch