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«Agit» im Krieg gegen den IS

Der Deutsche Christian Haller kämpfte in Syrien auf der Seite der Kurden. Ein Gespräch über das Überleben auf dem Schlachtfeld, schöne Momente und den Sinn des Kriegs.

«Der Krieg macht aus einem Soldaten keinen besseren oder schlechteren Menschen. Der Krieg offenbart nur, ob man ein gutes Herz oder ein schlechtes Herz hat. Das gilt weiterhin. Ich weiss nicht, ob mein Herz gut oder schlecht ist. Das müssen andere beantworten. Ich weiss nur, dass ich in den sieben Monaten in Syrien meinem Namen nicht gerecht geworden bin. Agit. Der Held. Aus mir ist kein Held geworden. Denn es gibt in diesem Krieg keine Helden. Es gibt nur Verlierer.» (Christian Haller, Auszug aus dem Buch «Sie nannten mich ‹Held›».)

Herr Haller, Sie hatten in Deutschland einen guten Job, eine Freundin, ein geordnetes Leben. Dann zogen Sie im Herbst 2014 nach Syrien, um für die Kurden gegen den IS zu kämpfen. Wie sind Sie bloss auf diese Idee gekommen? Der Hauptgrund war, dass mich diese Form von Extremismus und Fanatismus anwidert. Der sogenannte IS zwingt Menschen mit Brutalität seine Ideologie auf. Der Daesh foltert, mordet und vergewaltigt. Das wollte ich nicht mehr hinnehmen. (Daesh ist die arabische Bezeichung des IS und wird von dessen Feinden verwendet. Der negativ behaftete Begriff wird vom IS abgelehnt. Anm. d. Redaktion.)

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