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Wie es ist, Terroristen zu pflegen

Eine Schweizer Physiotherapeutin arbeitete in Israel in einem Spital. Dort traf sie auf Anschlagsopfer – und auf die Täter.

«Dankbarkeit konnten wir keine erwarten»: Rita war während zweier Jahre am Hadassah-Universitätsspital Ein Kerem in Jerusalem tätig. Symbolbild: Getty Images

«Dankbarkeit konnten wir keine erwarten»: Rita war während zweier Jahre am Hadassah-Universitätsspital Ein Kerem in Jerusalem tätig. Symbolbild: Getty Images

Ein Mann aus Gaza riss im Juli 1989, auf dem Weg von Jerusalem nach Tel Aviv, das Steuer eines vollbesetzten israelischen Linienbuses an sich und lenkte ihn über eine Klippe. Sechzehn Menschen starben, es gab viele Schwerverletzte. Dass ich selber nicht in diesem Bus sass, war reines Glück. Ich fuhr diese Strecke mehrmals pro Woche, weil ich in Tel Aviv einen Weiterbildungskurs in Physiotherapie absolvierte. Der Anschlag war ein trauriger Höhepunkt der ersten Intifada, dieser über fünf Jahre dauernden gewalttätigen Auseinandersetzung zwischen Palästinensern und der israelischen Armee.

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