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«Viele Türken fühlen sich gekränkt»

Der Konflikt zwischen Kurden und Türken: Maurus Reinkowski von der Uni Basel erklärt das Kurden-Problem und den Krieg in Nord-Syrien.

Maurus Reinkowski ist Professor für Nahoststudien an der Universität Basel.

Maurus Reinkowski ist Professor für Nahoststudien an der Universität Basel.

(Bild: Nicole Pont)

Serkan Abrecht

Als das multikonfessionelle, multiethnische Osmanische Reich nach dem Ersten Weltkrieg zerfiel, orientierten sich die Gründer der Republik Türkei an westlichen Denkern des Nationalismus. Der Staat Türkei war in seinem Ursprung auch integrierend. Wer sich dazu bekannte, ein Türke zu sein, war willkommen. Weil die Türken eine Überfremdung – nicht im rassistischen Sinne – ihrer jungen Nation fürchteten, weil das Osmanische Reich untergegangen war, da man zu sehr an Multinationalität geglaubt hatte, findet seither eine Ausgrenzung von Minderheiten wie den Kurden und den Aleviten statt. Dieser Konflikt gipfelte in den PKK-Kriegen in den 1990er-Jahren. Jetzt eskaliert er erneut. Maurus Reinkowski, Islamwissenschaftler und Nahost-Experte an der Uni Basel, erklärt, was dies bedeutet und welche Auswirkung der Nordsyrien-Konflikt auf die Diaspora hat.

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