Teheran droht mit dem «Botschafter des Todes»

Der Iran hat am Sonntag eine Drohne vorgestellt, die als erste im eigenen Land gebaut wurde – als Demonstration seiner militärischen Stärke.

Präsident Ahmadinejad bei der Präsentation der Waffe.

Der Iran hat seine erste selbst entwickelte Langstrecken-Drohne der Öffentlichkeit präsentiert. Präsident Mahmoud Ahmadinejad stellte das vier Meter lange, unbemannt fliegende Flugzeug am Sonntag vor. «Der Jet ist Botschafter des Todes für die Feinde der Menschheit und hat auch eine Botschaft des Friedens und der Freundschaft», sagte Ahmadinejad in einer vom Fernsehen übertragenen Zeremonie.

Die Langstrecken-Drohne ist Teil eines iranischen Programms, sich mit selbst entwickelten Waffen unabhängig von ausländischen Lieferungen zu machen. Über technische Details der «Karrar» («Stürmer» auf Farsi) genannten Drohne wurden keine Angaben gemacht. Bislang hatte der Iran nur über unbemannte Aufklärungsflugzeuge verfügt.

Im Konflikt mit der westlichen Welt

Die vier Meter lange Drohne wurde am Tag der iranischen Rüstungsindustrie vorgestellt – aber auch einen Tag, nachdem im Atomkraftwerk Buschehr mit russischer Hilfe die Bestückung mit Kernbrennstoff begann. Ahmadinejad sagte am Sonntag, das iranische Waffenprogramm diene der Abschreckung, und die Drohne solle nur zur Selbstverteidigung eingesetzt werden.

Israel und westliche Staaten verdächtigen den Iran, ein geheimes Atomwaffenprogramm zu betreiben. Zu israelischen Drohungen, iranische Nuklearanlagen anzugreifen, sagte Ahmadinejad: «Die iranische Antwort wird die ganze Erde umfassen. Wir sagen euch - dem Westen – auch, dass alle Optionen auf dem Tisch liegen.»

raa/sda

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