Anleger im Goldrausch

Das Edelmetall hat mit über 1300 Dollar je Feinunze ein neues Rekordhoch erreicht. Der Ansturm hat einen konkreten Grund.

Heiss begehrt: Goldbarren im Lager einer Goldverarbeitungsfirma in Mendrisio.

Heiss begehrt: Goldbarren im Lager einer Goldverarbeitungsfirma in Mendrisio.

Anhaltende Spekulationen über eine Ausweitung der lockeren US-Geldpolitik haben Investoren am Mittwoch erneut in einen Goldrausch versetzt. Mit 1313.20 Dollar je Feinunze markierte das als sicherer Hafen geltende Edelmetall ein neues Rekordhoch, nachdem es am Montag erstmals die 1300-Dollar-Marke geknackt hatte.

Zuletzt hätten vor allem die enttäuschenden Daten zum US-Konsumentenvertrauen die Wahrscheinlichkeit erhöht, dass die Notenbank Fed weitere Massnahmen ergreifen werde, schrieben die Analysten der Commerzbank in einem Marktkommentar.

Auch Industriemetalle im Hoch

Das am Dienstag vom Forschungsinstitut Conference Board veröffentlichte Konsumentenvertrauen war im September auf dem tiefsten Stand seit Februar gefallen. Im Fahrwasser von Gold notierten auch Silber mit 22 Dollar je Feinunze zeitweise auf einem neuen 30-Jahres-Hoch, der Palladium-Preis kletterte mit 571 Dollar auf den den höchsten Stand seit zweieinhalb Jahren. Platin wurde mit einem Aufschlag von 0,6 Prozent auf 1641 Dollar pro Feinunze gehandelt.

Auch bei den Preisen für Industriemetalle ging es steil nach oben. Der Kupferpreis erreichte seit Mitte April erstmals wieder die Marke von 8000 Dollar pro Tonne. Händler machten dafür den schwachen Dollar verantwortlich, der infolge der Diskussionen um eine baldige Lockerung der Geldpolitik unter Druck stand. Eine schwache US-Währung drückt die Metallpreise für Investoren ausserhalb des Dollar-Raumes und macht sie somit attraktiver.

jak/sda

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