Leuthard will Entwicklungsländer stärker in die Pflicht nehmen

Bundesrätin Leuthard plädiert an der Klimakonferenz in Durban für umfassende Regeln bezüglich Emissionen von Treibhausgasen. So sollen Entwicklungsländer mehr Verantwortung für ihre Ausstösse übernehmen.

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Doris Leuthard will die Entwicklungsländer beim Klimaschutz verstärkt in die Pflicht nehmen. Denn schon heute seien dort die Pro-Kopf-Emissionen höher als in den Industrieländern, sagte sie an der Weltklimakonferenz im südafrikanischen Durban.

«Das neue Klimaregime muss diesen Tatsachen Rechnung tragen», sagte Leuthard in ihrer Rede vor dem Plenum. «Das Engagement aller bedeutenden Treibhausgas-Emittenten ist unumgänglich.» Deshalb plädiere die Schweiz für eine «umfassende, rechtlich verbindliche Regelung» zwischen allen grossen Emittenten.

Dabei reiche es nicht mehr aus, dass die Klimaordnung auf der Unterscheidung zwischen Industrieländern mit spezifischen Verpflichtungen und Entwicklungsländern ohne solche Verpflichtungen beruhe. Gleichzeitig müsse aber auch sichergestellt werden, dass die schwächsten Länder angemessene Unterstützung erhielten.

Roadmap für Klimaordnung

Deshalb unterstütze die Schweiz nachdrücklich die lancierten Initiativen zur Finanzierung wie den Grünen Klimafonds (GCF), sagte die Umweltministerin. Dieser müsse «rasch realisiert werden».

Dennoch ist sich Leuthard bewusst, dass die Errichtung eines neuen Klimaregimes Zeit brauche. «Aber wir müssen jetzt und hier in Durban die ersten Schritte tun.» Ziel sei es, sich zumindest über ein Mandat und eine Roadmap für die Ausarbeitung einer neuen Klimaordnung zu einigen.

kpn/sda

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