«Eskalation der Gewalt»

Als Reaktion auf den anhaltenden Raketenbeschuss militanter Palästinenser kam es in Israel zu den schwersten Kampfhandlungen seit Wochen.

Hinterlassen riesige Löcher: Bomben der Israelis.

Hinterlassen riesige Löcher: Bomben der Israelis.

(Bild: Keystone)

Israelische Kampfflugzeuge haben Ziele im Gazastreifen angegriffen. In der Nacht zum Sonntag wurden zwei Schmugglertunnel im Süden des Palästinensergebiets beschossen. Dies teilte die israelische Armee mit. Nach palästinensischen Angaben wurde auch ein unbewohntes Gebiet östlich von Chan Junis angegriffen. Berichte über mögliche Opfer gab es nicht.

Wenige Stunden vor den Angriffen war ein Gemeindezentrum in der israelischen Grenzstadt Sderot von einer aus dem Gazastreifen abgefeuerten Rakete getroffen worden. An dem Gebäude sei erheblicher Schaden entstanden, verletzt worden sei aber niemand, hiess es. Israelische Medien berichteten am Sonntag von einer «Eskalation der Gewalt im Süden».

110 Raketen und Mörsergranate

Bei den schwersten israelischen Luftangriffen seit Wochen war bereits am Freitagabend ein Mitglied der im Gazastreifen herrschenden Hamas getötet worden. Acht weitere Palästinenser wurden verletzt. Zuvor hatten militante Palästinenser die israelische Küstenstadt Aschkelon beschossen, die nördlich des Gazastreifens liegt.

Seit Jahresbeginn sind etwa 110 Raketen und Mörsergranaten aus dem Gazastreifen auf Israel abgefeuert worden. Seit dem Gaza-Krieg vor eineinhalb Jahren, bei dem etwa 1400 Palästinenser getötet wurden, waren es etwa 400.

sam/sda

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