«Hillary im Irrenhaus» – Diplomatie geht anders, Mr. Johnson!

Diese Sprüche hätte der neue britische Aussenminister wohl lieber nie von sich gegeben.

Nicht so britisch: Aus Boris Johnsons Mund kommen des Öfteren undiplomatische Beleidigungen.

Nicht so britisch: Aus Boris Johnsons Mund kommen des Öfteren undiplomatische Beleidigungen.

(Bild: Reuters Stefan Wermuth)

Der neue britische Aussenminister Boris Johnson ist bekannt für anzügliche Sprüche, exzentrisches Geplauder, undiplomatische Ausfälle und Selbstironie. Hier einige Sätze aus der Vergangenheit, wie er sie sich in seinem neuen Amt künftig wohl besser verklemmt.

«Hillary Clinton sieht aus wie eine sadistische Krankenschwester in einem Irrenhaus.»

In diesem BBC-Interview vom 11. Februar 2015 (ab Sekunde 22) spielte Johnson die Verbalattacke gegen Hillary Clinton herunter.

«Der einzige Grund, weshalb ich gewisse Stadtteile von New York meiden würde, ist das Risiko, auf Donald Trump zu treffen.»

Über die Meldung, Barack Obama habe eine Büste von Winston Churchill aus dem Oval Office entfernen lassen: «Das könnte die Ur-Abneigung des teilweise kenianischen Präsidenten gegen das Britische Empire symbolisieren.»

Über Wladimir Putin: «Er sieht zwar ein bisschen aus wie Dobby der Hauself (eine Harry-Potter-Figur), aber er ist ein rücksichtsloser und manipulierender Tyrann.»

«Meine Chancen, Premier zu werden, sind etwa gleich gross wie jene, Elvis auf dem Mars zu finden.»Boris Johnson

Genau wie Jan Böhmermann hat auch Boris Johnson beleidigende Verse über den türkischen Präsidenten Recep Tayyip Erdogan verfasst: «Es gab einen jungen Burschen aus Ankara/ Der war ein fürchterlicher Wichser/ Bis er sich seine Hörner abstiess/ mit Hilfe einer Ziege/ aber er brachte nicht mal ein Danker-a heraus.»

Alles andere als erfreut war der Botschafter von Papua-Neuguinea, nachdem Johnson in einer Kolumne geschrieben hatte: «Seit zehn Jahren haben wir uns in unserer Partei daran gewöhnt, kannibalistische Orgien im Stile Papua-Neuguineas zu feiern.»

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Eigentlich wollte Boris Johnson ja nicht Aussenminister, sondern Premier werden, aber die tumultuösen Entwicklungen nach dem Brexit-Votum haben ihn bewogen, darauf zu verzichten. Nun erinnert sich das Publikum, dass er einst gesagt hatte: «Meine Chancen, Premier zu werden, sind etwa gleich gross wie jene, Elvis auf dem Mars zu finden. Oder dass ich als Olive reinkarniert werde. Oder von einem Frisbee geköpft.»

Und schliesslich, schlicht und einleuchtend: «Meine Kuchen-Politik besteht darin, einen Kuchen zu haben und ihn zu essen.» (ben)

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