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G-7-Gegner versuchen mit Sitzblockaden zu stören

In Garmisch-Partenkirchen haben Gegner des G-7-Gipfels am Nachmittag erneut eine Strasse blockiert. Der Gipfel hat derweil begonnen.

Leuchtendes Zeichen für den Klimawandel:  Umweltschützer projizieren Klimaforderungen auf die Zugspitze. (08.06.2015)
Leuchtendes Zeichen für den Klimawandel: Umweltschützer projizieren Klimaforderungen auf die Zugspitze. (08.06.2015)
Felix Kästle, Keystone
Auf dem Bergmassiv stand in grünen Buchstaben die doppeldeutige Forderung «G7: 100 Prozent Erneuerbare!».
Auf dem Bergmassiv stand in grünen Buchstaben die doppeldeutige Forderung «G7: 100 Prozent Erneuerbare!».
Felix Kästle, Keystone
Die Polizei lobte die mehrheitlich friedlichen Proteste auf Twitter.
Die Polizei lobte die mehrheitlich friedlichen Proteste auf Twitter.
Philipp Gülland, Keystone
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Auf der Bundesstrasse 2 in Garmisch-Partenkirchen haben Gegner des G7-Gipfels am frühen Sonntagnachmittag erneut Blockadeversuche unternommen. Etwa auf Höhe des Garmisch-Partenkirchener Klinikums setzten sich zehn Demonstranten aus der linken Szene eingehakt zu einem Kreis auf die Fahrbahn, wie ein AFP-Reporter berichtete. Autos konnten demnach jedoch auf einer Fahrspur an der Gruppe vorbeifahren.

Polizisten versuchten, die Demonstranten zum Aufgeben zu bewegen. Diese kündigten jedoch an, nicht freiwillig zu gehen. An einer anderen Stelle im Bereich der Bundesstrasse 2 trug die Polizei rund 50 Gipfelgegner von der Fahrbahn. Dabei leisteten die Demonstranten keinen Widerstand. Bereits am Sonntagmorgen hatten Gegner des G7-Gipfels nahe Garmisch-Partenkirchen kurzzeitig die Bundesstrasse 2 zum Tagungsort Schloss Elmau blockiert.

Sitzblockaden bereits am Vormittag

Bereits am Vormittag ist es am Sonntag nahe Garmisch-Partenkirchen zu einer ersten Sitzblockade gekommen. Elf Demonstranten blockierten die als Zufahrt zu dem Tagungshotel in Elmau wichtige Bundesstrasse 2. Sie trugen ein Plakat mit der Aufschrift: «Wir sehen nur Einschüchterung, Abschottung und Willkür». In Richtung Polizei riefen sie: «Wir sehen nur Marionetten.»

Teilnehmer der Protestaktion sagten einem AFP-Reporter, sie seien in der Nacht zum Sonntag aufgebrochen und hätten sich unbemerkt von der Polizei durch die Wälder bis zur B2 durchgeschlagen. Am Ort der Blockade zog ein Grossaufgebot der Polizei auf. Nach etwa 20 Minuten verliessen sechs Teilnehmer die Blockade freiwillig. Sie riefen «Hands up - don't shoot» (erhobene Hände, nicht schiessen) und gingen mit erhobenen Händen von der Bundesstrasse.

Die anderen fünf Teilnehmer blieben zunächst sitzen. Eine Demonstrantin sagte einem AFP-Reporter: «Wir sitzen hier, um einfach zu zeigen: Wir sind dagegen.» Mit Bezug auf die Teilnehmer des G-7-Gipfels sagte sie: «Ihr seid nur sieben - wir sind die 99 Prozent.» Schliesslich wurden die vier Männer und eine Frau von Polizisten weggetragen und in Gewahrsam genommen. Sie leisteten keinen Widerstand.

Die Auflösung der Sitzblockade wurde von wütenden Protestrufen umstehende Demonstranten begleitet. Polizeisprecher Hans-Peter Kammerer wies darauf hin, dass es sich bei der Bundesstrasse um «eine Lebensader für die Gesamtveranstaltung» handele. «Die muss passierbar bleiben.»

Protestmarsch endet weit vom Tagungsort entfernt

Vom Garmischer Bahnhof aus starteten mehr als zweihundert weitere Demonstranten mit Fahrrädern zum so genannten Sternmarsch. Mehrere hundert Protestteilnehmer wollten sich nach Angaben der Veranstalter kurz darauf zu Fuss auf den Weg machen.

Weil den G-7-Gegnern ihre ursprünglich angemeldete Strecke nicht genehmigt worden war, muss der Sternmarsch vor dem von den Behörden festgelegten Sicherheitsbereich um Schloss Elmau enden. Dieser ist mehrere Kilometer um das Tagungshotel gezogen und liegt damit deutlich ausserhalb der Hör- und Sichtweite des Treffens der Staats- und Regierungschefs der sieben grössten Industrienationen.

Demonstranten versuchen an verschiedenen Orten zwischen Garmisch-Partenkirchen und dem Schloss Elmau gegen den G-7-Gipfel zu protestieren. (Quelle: Reuters)

sda/afp/ofi

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