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«Wir müssen im Osten mehr Präsenz zeigen»

Der frühere Nato-Generalsekretär Anders Fogh Rasmussen über Russland und die Ukraine, die Schlagkraft des westlichen Bündnisses, die Lage im Nahen Osten und den Selbsthass des Westens.

«Jede Nation sollte doch selbst über ihr Schicksal entscheiden dürfen»: Anders Fogh Rasmussen auf dem Campus der Universität St. Gallen
«Jede Nation sollte doch selbst über ihr Schicksal entscheiden dürfen»: Anders Fogh Rasmussen auf dem Campus der Universität St. Gallen
Keystone

Herr Rasmussen, im Konflikt um die Ukraine scheinen sich der Westen und Russland derzeit unversöhnlich gegenüberzustehen. Was sollten Amerika und Europa tun?

Zunächst einmal sollten wir alles dafür tun, dass das Minsker Abkommen endlich voll umgesetzt wird. Dies wäre der beste Weg, um in der Ukraine für eine friedliche, politische Lösung zu sorgen. Dass die prorussischen Separatisten gegen den Waffenstillstand verstossen, macht mir Sorgen. So besteht das Risiko, dass Russland und die Separatisten während des Waffenstillstands die Grenze heimlich zu ihren Gunsten verschieben. Wenn das so weitergeht, müssen wir darüber nachdenken, unsere Hilfe für die Ukraine auszuweiten.

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