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«Wer sich nicht an die Regeln hält, soll den Euro abgeben»

Mark Rutte fordert eine Ausstiegsmöglichkeit aus der Währungsunion. Dem niederländischen Ministerpräsidenten sind EU-Länder ein Dorn im Auge, welche sich nicht an ihre Versprechen halten.

«Wir sollten mit dem Euro den Dollar als Weltwährung attackieren»: Niederländischer Ministerpräsident Mark Rutte. (Archivbild)
«Wir sollten mit dem Euro den Dollar als Weltwährung attackieren»: Niederländischer Ministerpräsident Mark Rutte. (Archivbild)
AFP

Die Niederlande fordern verstärkte Anstrengungen, um den Euro sicherer zu machen. «Als Nation von Händlern und Exporteuren sind wir auf eine stabile Währung angewiesen», sagte Ministerpräsident Mark Rutte gestern der «Süddeutschen Zeitung» (Artikel online nicht verfügbar) und drei weiteren europäischen Blättern.

Für die gemeinsame Währung sei es «überlebenswichtig, dass sich alle Euroländer an die Versprechen halten, die sie gegeben haben, als sie die Währung einführten. Nur so ist der Euro glaubwürdig. Unser Ziel sollte es sein, den Euro zu stärken, glaubwürdiger zu machen und den Dollar als Weltwährung zu attackieren.»

Rutte will EU-Verträge korrigieren

Hält sich ein Land nicht an die Regeln, soll es Rutte zufolge künftig über eine neue Ausstiegsklausel die Währungsunion wieder verlassen können. «Wir wollen durchsetzen, dass ein Land die Eurozone verlassen darf, falls es das wünscht. Im Moment geht das nicht, da kann ein Land den Euro nur abgeben, wenn es die Europäische Union verlässt. Wir müssten also die Verträge korrigieren, um das zu ändern.»

Rutte sprach sich zugleich gegen ein föderales Europa aus. Eine politische Union mit einer Art Regierung lehne er ab. «Ich glaube an ein Europa der Nationalstaaten, die eng zusammenarbeiten in Bereichen, in denen sie gemeinsame Interessen haben wie Währung, Einwanderung, Grenzen. Überall dort, wo es uns Vorteile bringt.»

dapd/chk

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