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«Vor Gericht stehen Menschen, nicht Nationen»

Gestern sprach das UNO-Tribunal den früheren UCK-Führer Ramush Haradinaj in allen Anklagepunkten frei. Völkerrechtsprofessor Oliver Diggelmann erklärt, warum die Verurteilung von Führungspersonal so schwierig ist.

War der Verbrechen gegen die Menschlichkeit angeklagt: Der frühere Premier Kosovos, Ramush Haradinaj, bei Verkündung des Freispruchs in Den Haag. (29. November 2012)
War der Verbrechen gegen die Menschlichkeit angeklagt: Der frühere Premier Kosovos, Ramush Haradinaj, bei Verkündung des Freispruchs in Den Haag. (29. November 2012)
Reuters
«Er ist nicht schuldig, er ist ein Held Kosovos»: Haradinajs Anhänger demonstrierten ihre Überzeugung vor dem UNO-Kriegsverbrechertribunal in Den Haag. (29. November 2012)
«Er ist nicht schuldig, er ist ein Held Kosovos»: Haradinajs Anhänger demonstrierten ihre Überzeugung vor dem UNO-Kriegsverbrechertribunal in Den Haag. (29. November 2012)
Keystone
...sowie der des Mordes und der Folter angeklagte frühere UCK-Kommandant Idriz Balaj. (29. November 2012)
...sowie der des Mordes und der Folter angeklagte frühere UCK-Kommandant Idriz Balaj. (29. November 2012)
AFP
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Gestern Morgen wurde Ramush Haradinaj vom UNO-Kriegsverbrechertribunal erneut in allen Anklagepunkten freigesprochen. Wie muss dieser Freispruch gewertet werden? Ich denke, wir müssen zwischen der rechtlichen Ebene und der Wahrnehmung in den Staaten der Angeklagten unterscheiden. Aus juristischer Sicht war der Freispruch nicht ganz überraschend.

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