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Von der Leyen erwägt Allianz mit syrischer Armee

Im Kampf gegen den IS ist die deutsche Verteidigungsministerin offen für eine Zusammenarbeit mit syrischen Truppen. Eine Zukunft mit Assad schliesst sie weiter aus.

Ein Bündnis auf Zeit mit syrischen Truppen: Die deutsche Verteidigungsministerin Ursula von der Leyen. (31. August 2014)
Ein Bündnis auf Zeit mit syrischen Truppen: Die deutsche Verteidigungsministerin Ursula von der Leyen. (31. August 2014)
Markus Schreiber, Keystone

Bundesverteidigungsministerin Ursula von der Leyen (CDU) hält eine Allianz mit der syrischen Regierungsarmee in Zukunft für denkbar. «Es gibt Teile der Truppen in Syrien, die man sehr wohl (...) hier auch nehmen kann», sagte die Ministerin am Sonntagabend in der ZDF-Sendung «Berlin direkt» auf die Frage, ob die Armee ein Verbündeter im internationalen Kampf gegen die Jihadistengruppe Islamischer Staat (IS) sein könnte.

Von der Leyen verwies auf die Ausbildung einheimischer Truppen im Irak. Nach der Einleitung eines politischen Übergangsprozesses in Syrien müsse die Lage neu bewertet werden. Es werde keine Zukunft mit Staatschef Bashar al-Assad geben, «das ist klar», betonte von der Leyen. Es sei aber richtig, «über die syrischen Truppen zu sprechen, wenn klar ist, wenn diese Übergangsphase in Kürze begonnen hat, was mit Assad geschieht».

«Im Rahmen eines politischen Übergangs»

Frankreichs Aussenminister Laurent Fabius hatte am Freitag erstmals eine Kooperation mit den syrischen Regierungstruppen gegen die IS-Miliz ins Gespräch gebracht. Eine Beteiligung syrischer Streitkräfte am Anti-IS-Kampf sei «im Rahmen eines politischen Übergangs» denkbar, sagte Fabius.

Die Bundesregierung hatte bekannt gegeben, dass sie unter anderem Tornado-Aufklärungsflugzeuge und eine Fregatte für den internationalen Kampf gegen die IS-Miliz zur Verfügung stellen wird.

AFP/afo

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