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Von Admiral und 14 Kriegsschiffen fehlt angeblich jede Spur

Noch am Tag vor dem gescheiterten Putschversuch in der Türkei waren sie im Dienst. Seither gelten mehrere Marineschiffe sowie der oberste Befehlshaber als verschwunden.

Die angeblich verschwundenen Schiffe könnten auf dem Weg nach Griechenland sein: Hier eine Fregatte F-493 Gelibolu.
Die angeblich verschwundenen Schiffe könnten auf dem Weg nach Griechenland sein: Hier eine Fregatte F-493 Gelibolu.
Wikipedia/Anthony Vella
Beweismaterial soll belegen, dass er am Putsch-Versuch beteiligt war: Der islamische Prediger Fetullah Gülen, der in Saylorsburg in den USA lebt, weist die Vorwürfe zurück. (18. Juli 2016)
Beweismaterial soll belegen, dass er am Putsch-Versuch beteiligt war: Der islamische Prediger Fetullah Gülen, der in Saylorsburg in den USA lebt, weist die Vorwürfe zurück. (18. Juli 2016)
Thomas Urbain, AFP
Offenbar sind auch Schüsse gefallen.
Offenbar sind auch Schüsse gefallen.
AFP
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Seit dem gescheiterten Putschversuch von der Nacht auf letzten Samstag wurden 7543 Verdächtige festgenommen, darunter 6038 Soldaten, 755 Staatsanwälte und Richter und 100 Polizisten. Fast 29'000 Angestellte des öffentlichen Diensts wurden suspendiert.

Einigen gelang es offenbar unterzutauchen. Mindestens bei einem stellt sich derzeit die Frage, auf wessen Seite er steht. Es handelt sich um Admiral Veysel Kösele, obersten Befehlshaber der türkischen Marine.

Video – Erdogan und die Debatte über die Todesstrafe:

Der Kontakt zu Kösele ist seit letztem Freitag unterbrochen, wie die «Times» unter Berufung auf eine anonyme Quelle schreibt. Auch gelten seither 14 türkische Kriegsschiffe als vermisst.

Geisel oder Putschist

Es ist derzeit unklar, ob Kösele beim Putsch mitwirkte oder auf einem der Schiffe als Geisel genommen wurde. Wie das britische Nachrichtenportal «The Independent» schreibt, waren die 14 Schiffe zum Zeitpunkt des Putschversuches in der Ägäis und dem Schwarzen Meer unterwegs. Keines habe jedoch versucht, Kontakt mit dem Marine-Hauptquartier aufzunehmen.

Es wird vermutet, dass die Marineschiffe nun auf dem Weg nach Griechenland sind. Am Samstag sind bereits acht Militäroffiziere mit dem Helikopter ins Nachbarland geflogen, um dort Asyl zu suchen.

Laut der Nachrichtenagentur Reuters dementiert der türkische Vizepremier Mehmet Imek das Verschwinden der 14 Kriegsschiffe.

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