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«Völkermord mit Nikotin» - Russland klagt gegen Tabakkonzern

Die russische Behörde für Verbraucherschutz verklagt das Tabakunternehmen British American Tobacco (BAT).

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Der Tabakkonzern führe die Konsumenten in die Irre und beschneide ihre Rechte, erklärte Gennadi Onischtschenko, Direktor der Behörde Rospotrebnadsor, heute in Moskau. Einzelheiten nannte er nicht. Der Chef der Moskauer BAT-Rechtsabteilung, Alexander Ljuti, wollte sich nicht zu den Vorwürfen äussern, da ihm diese noch nicht schriftlich vorlägen.

Grosse Gewinne auf Kosten der Bürger

Onischtschenko hatte schon im vergangenen Juli die globale Tabakindustrie scharf attackiert und ihnen «Völkermord mit Nikotin» vorgeworfen. Sie machten riesige Profite auf Kosten der Gesundheit russischer Staatbürger. Heute wiederholte der oberste russische Verbraucherschützer diese Vorwürfe. Die Unternehmen betrachteten Russland als «einen unzivilisierten Markt», auf dem sie gefährliche und giftige Produkte anbieten könnten. Sie setzten sich ausserdem für die Zulassung von «barbarischen Normen» für den Teer- und Nikotingehalt in Tabakprodukten ein.

Beobachter vermuten, dass sich die Klage vor allem gegen die Marken «Light» und «Superlight» richtet. Die Behörde Rospotrebnadsor hält diese Bezeichnungen für irreführende, da sie ein «gesundes Rauchen» suggerierten, was es aber nicht gebe. Die russische Regierung stimmt zu, dass etwas gegen den hohen Tabakkonsum im Lande getan werden müsse. So hat sie unlängst das Rahmenübereinkommen der Weltgesundheitsorganisation (WHO) zur Eindämmung des Tabakgebrauchs unterzeichnet.

(AP)

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