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USA planen eine Versöhnungstour

Die USA reagieren auf die Kritik an der Spionage der NSA bei europäischen Partnern. Eine Gruppe ranghoher Politiker möchte nun in die betroffenen Länder reisen.

Kommentiert die geplante Reise gegenüber «Spiegel online»: Der US-Senator Chris Murphy.
Kommentiert die geplante Reise gegenüber «Spiegel online»: Der US-Senator Chris Murphy.
Reuters

Angesichts der Empörung über die mutmasslich weitreichenden Ausspähungen des US-Geheimdienstes NSA bei europäischen Partnern planen die USA einem Medienbericht zufolge eine Versöhnungstour – auch nach Deutschland. Die europäischen Verbündeten hätten «berechtigte Sorgen über Ausmass und Ausgestaltung einiger US-Überwachungsprogramme vorgebracht», sagte der Vorsitzende des Europa-Ausschusses im US-Senat, Chris Murphy, «Spiegel online».

Eine Gruppe ranghoher US-Senatoren und Mitglieder des Repräsentantenhauses wolle auf der Reise deshalb einen «Prozess» diskutieren, mit dem sichergestellt werde, dass auch die Überwachung von Nicht-US-Bürgern auf das notwendige Mass beschränkt bleibe.

Murphy räumte gegenüber «Spiegel online» ein, dass die Überwachungsprogramme «teilweise nicht mit der angemessenen Zurückhaltung durchgeführt worden sind, sowohl in den Vereinigten Staaten von Amerika als auch in Europa». Allerdings müssten auch die Europäer ihren Bürgern offen sagen, dass nicht nur die USA Spionageprogramme betrieben.

Zeitplan, Teilnehmer und Stationen der Reise sind dem Bericht zufolge noch nicht geklärt. Erwartet wird demnach, dass die US-Politiker in jedem Fall nach Berlin kommen, wohl auch nach Paris und Madrid. Ein Abstecher nach Brüssel sei ebenfalls denkbar.

AFP/wid

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