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Ultrarechter Journalist verschleppt und getötet

In der Ukraine ist der Journalist Wassili Sergijenko tot in einem Wald aufgefunden worden. Die Leiche des Mitglieds der Swoboda-Partei wies offenbar Folterspuren auf.

Sprach im Vorfeld von Drohungen gegen seine Person: Wassili Sergijenko.(Bild: svoboda.org.ua)
Sprach im Vorfeld von Drohungen gegen seine Person: Wassili Sergijenko.(Bild: svoboda.org.ua)

Die Leiche eines ukrainischen Journalisten und Mitglieds der ultrarechten Swoboda-Partei ist nach Angaben von Swoboda (Freiheit) mit Folterspuren aufgefunden worden. Der Leichnam von Wassili Sergijenko wurde gestern in einem Wald rund 120 Kilometer südöstlich von Kiew entdeckt.

Der Schädel sei eingeschlagen gewesen und der Körper habe Messerwunden aufgewiesen, teilte die Partei mit. Drei Unbekannte hätten ihr Parteimitglied am Freitagabend nach einem kurzen Handgemenge in ein Auto gestossen und verschleppt.

Die örtliche Staatsanwaltschaft bestätigte die Entführung und den Leichenfund. Wegen der laufenden Ermittlungen machte sie keine weiteren Angaben.

Swoboda sieht Zusammenhang zu kritischen Artikeln

In der Swoboda-Mitteilung hiess es, Sergijenko habe vor einer Woche von Drohungen gegen seine Person gesprochen. Möglicherweise stehe seine Ermordung im Zusammenhang mit von ihm verfassten Artikeln über einen mächtigen Geschäftsmann der Region. Den Namen des Unternehmers nannte Swoboda nicht.

Sergijenko beteiligte sich den Angaben zufolge auch an den Protesten auf dem Unabhängigkeitsplatz (Maidan) in Kiew gegen den Ende Februar gestürzten Präsidenten Wiktor Janukowitsch und war Mitglied einer der dort tätigen paramilitärischen Gruppen.

Swoboda ist im Parlament vertreten und Teil der Regierungskoalition unter Arseni Jazenjuk. Die Partei beruft sich auf Bewegungen wie die Ukrainische Aufstandsarmee (UPA), die im Zweiten Weltkrieg mit den Nazibesatzern kollaborierte und Massaker unter anderem an Juden und Polen verübte.

SDA/ldc

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