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Ukrainische Luftwaffe greift Millionenmetropole an

Die ukrainische Armee startete eine Grossoffensive, um die Kontrolle über die Millionenstadt Donezk zurückzugewinnen. Bei einem Luftangriff in der Nacht gab es mehrere Tote.

Schwerste Kämpfe seit Wochen: Eine Familie trauert in Donezk um einen getöteten Verwandten. (7. November 2014)
Schwerste Kämpfe seit Wochen: Eine Familie trauert in Donezk um einen getöteten Verwandten. (7. November 2014)
AP Photo
Kämpfe in der Nähe des Flughafens von Donezk: Prorussische Separatisten schiessen. (7. Oktober 2014)
Kämpfe in der Nähe des Flughafens von Donezk: Prorussische Separatisten schiessen. (7. Oktober 2014)
Keystone
Putzen für den Kampf: Mitglieder des pro-ukrainischen Donbass-Freiwilligenbataillons beim Reinigen ihrer Waffen. (3. August 2014)
Putzen für den Kampf: Mitglieder des pro-ukrainischen Donbass-Freiwilligenbataillons beim Reinigen ihrer Waffen. (3. August 2014)
ANATOLII STEPANOW, AFP
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Bei Luftangriffen der ukrainischen Streitkräfte auf Stellungen der prorussischen Separatisten in der Grossstadt Donezk sind mindestens drei Zivilisten getötet worden. In mehreren Ortsteilen wird gekämpft, wie die Agentur Interfax meldet.

Schäden nach dem Luftangriff in der Nacht. (Quelle: Ополчение Донбасса/Storyful)

Auch auf der Seite der ukrainischen Armee gibt es Tote. Der Sprecher des Sicherheitsrates in Kiew, Andrei Lyssenko, teilt mit, dass in den vergangenen 24 Stunden 18 Soldaten getötet und 54 verletzt worden seien.

Die ukrainische Armee führt derzeit eine Offensive zur Rückeroberung von Donezk und Lugansk. Ein Sprecher des ukrainischen Militärs sagte, die Truppen bereiteten sich auf die «Befreiung» der beiden Städte sowie Gorlowka vor, das ebenfalls von den Rebellen kontrolliert wird.

Gas- und Wasserversorgung ausgefallen

In Gorlowka berichteten die Behörden von einer steigenden Anzahl Toten. In den vergangenen Tagen seien bei Artilleriebeschuss 33 Zivilisten getötet und 129 verletzt worden, hiess es. In mehreren Vierteln sei die Gas- und Wasserversorgung ausgefallen.

Auch in Lugansk müssen viele Menschen nach Behördenangaben weiterhin ohne Strom und Wasser auskommen. Schwierigkeiten gibt es demnach zudem mit der Lebensmittel- und Treibstoffversorgung sowie mit der Müllabfuhr.

Vorwürfe Russlands

Russland seinerseits warf der ukrainischen Führung erneut den Einsatz von Phosphorbomben gegen Zivilisten im umkämpften Osten des Landes vor. «Eine Bodenprobe hat ergeben, dass die Armee in der Nähe von Slawjansk die verbotenen Brandgeschosse verwendet hat», sagte der Sprecher der Ermittlungsbehörde in Moskau, Wladimir Markin.

Der Einsatz sei ein «Kriegsverbrechen» und verstosse gegen die Genfer Abkommen von 1949. Die russischen Behörden bezogen sich auch auf die Berichte ukrainischer Flüchtlinge. Die prowestliche Führung in Kiew hatte die Vorwürfe wiederholt als «Verleumdung» zurückgewiesen.

AFP/mrs

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