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Ukraine macht im Osten massive Waffenverluste

Der ukrainische Präsident Petro Poroschenko will seine Armee stärken, falls der Friedensplan mit den prorussischen Separatisten nicht funktioniert.

Materialverluste bis zu 65 Prozent: Ein ukrainischer Helikopter landet. (Archivbild)
Materialverluste bis zu 65 Prozent: Ein ukrainischer Helikopter landet. (Archivbild)
Keystone

Der ukrainische Präsident Petro Poroschenko hat massive Waffenverluste der Regierungstruppen bei den Kämpfen gegen die Separatisten im Osten des Landes eingeräumt. Etwa 65 Prozent des militärischen Geräts sei während der fünfmonatigen Kämpfe zerstört worden, sagte er am Sonntagabend in einem ausführlichen Interview mit ukrainischen Fernsehsendern. Das Land müsse «bereit sein, sich zu verteidigen, wenn der Friedensplan nicht funktioniert», forderte der 48-Jährige.

Die Armee müsse gestärkt werden, sagte Poroschenko. Er verwies auf die bei seinen Besuchen in den USA und Kanada erhaltenen Zusagen über die Lieferung von militärischer Ausrüstung. Der ukrainische Präsident betonte zugleich, dass der Konflikt mit den prorussischen Rebellen im Osten des Landes nicht militärisch gelöst werden könne. Je mehr ukrainische Streitkräfte dort stationiert würden, «desto mehr russische Truppen wird es dort geben», sagte er.

Die ukrainische Regierung und die Rebellen hatten am 5. September einen Waffenstillstand vereinbart. Am Samstag wurde das Abkommen durch einen Neun-Punkte-Plan ergänzt, der unter anderem die Einrichtung einer entmilitarisierten Pufferzone vorsieht. Poroschenko sagte, die Vereinbarungen seien nur dank seiner Gespräche mit dem russischen Präsidenten Wladimir Putin möglich gewesen. Ungeachtet der politischen Fortschritte dauert jedoch die Gewalt in der Konfliktregion an.

AFP/chk

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