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Ukraine drängt Nato zu Waffenhilfen

«Den Frieden muss man verteidigen»: Ukraines Präsident Petro Poroschenko will sich gegen «den Aggressor» zur Wehr setzen. Die USA und Deutschland sehen Gründe dagegen.

rsz
Poroschenko will Waffen, Deutschland und die USA wollen das nicht: Ein ukrainischer Soldat auf einem APC (Mannschaftstransportwagen) in einem Dorf in der Region Donezk. (04.02.2014)
Poroschenko will Waffen, Deutschland und die USA wollen das nicht: Ein ukrainischer Soldat auf einem APC (Mannschaftstransportwagen) in einem Dorf in der Region Donezk. (04.02.2014)
Volodymyr Shuvayev

Der ukrainische Präsident Petro Poroschenko drängt die Nato-Staaten zu Waffenlieferungen an sein Land. Die Eskalation des Konflikts und die wachsende Zahl an zivilen Opfern müssten die Allianz dazu bewegen, noch mehr Unterstützung für die Ukraine zu leisten, sagte er.

Unter anderem solle die Nato «moderne Waffen zum Schutz und der Gegenwehr gegen den Aggressor» zur Verfügung stellen, forderte Poroschenko im Gespräch mit der Zeitung «Die Welt» vom Donnerstag.

Die Ukraine wolle den Frieden. «Aber den Frieden muss man verteidigen, dazu brauchen wir eine starke Armee mit neuen modernen Waffen.» Poroschenko wiederholte frühere Äusserungen, nach denen Tausende russischer Soldaten in der Ukraine seien.

Keine militärische Lösung für die Krise

Die deutsche Regierung lehnt Waffenlieferungen an die ukrainische Armee ab, weil sie dadurch eine Verschärfung der Eskalation mit Russland befürchtet. Eine Aufrüstung der Ukraine war von US-Politikern in die Diskussion gebracht worden. Zuletzt hatten sich die USA aber wieder zurückhaltender geäussert.

Ein prorussischer Rebell bewacht einen ehemaligen ukrainischen Checkpoint ausserhalb der Stadt Wuhlehirsk. (5. Februar 2015)
Ein prorussischer Rebell bewacht einen ehemaligen ukrainischen Checkpoint ausserhalb der Stadt Wuhlehirsk. (5. Februar 2015)
Keystone
Der ukrainische Präsident auf Stippvisite: Petro Poroschenko besucht in Artemiwsk Soldaten, die aus Debalzewe abgezogen worden sind. (18. Februar 2015)
Der ukrainische Präsident auf Stippvisite: Petro Poroschenko besucht in Artemiwsk Soldaten, die aus Debalzewe abgezogen worden sind. (18. Februar 2015)
AP Photo/Mikhail Palinchak
Laut Flüchtlingen ist in der Region nicht viel heil geblieben: Ein Mann geht südlich von Debalzewe an einem zerstörten Haus vorbei. (18. Februar 2015)
Laut Flüchtlingen ist in der Region nicht viel heil geblieben: Ein Mann geht südlich von Debalzewe an einem zerstörten Haus vorbei. (18. Februar 2015)
AFP
Ein zerstörter ukrainischer Panzer bei Debalzewe. (18. Februar 2015)
Ein zerstörter ukrainischer Panzer bei Debalzewe. (18. Februar 2015)
AFP
Fussballspielen statt Schiessen: Ukrainische Soldaten vertreiben sich in Switlodarsk während der Waffenruhe die Zeit. (15. Februar 2015)
Fussballspielen statt Schiessen: Ukrainische Soldaten vertreiben sich in Switlodarsk während der Waffenruhe die Zeit. (15. Februar 2015)
AFP
Vor dem Waffenstillstand: Prorussische Rebellen feuern in der Region Donezk Grad-Raketen ab. (13. Februar 2015)
Vor dem Waffenstillstand: Prorussische Rebellen feuern in der Region Donezk Grad-Raketen ab. (13. Februar 2015)
Andrey Borodulin, AFP
Spuren der Zerstörung: Ein Einwohner von Wuhlehirsk fährt mit seinem Velo an einem zerstörten Gebäude vorbei. (6. Februar 2015)
Spuren der Zerstörung: Ein Einwohner von Wuhlehirsk fährt mit seinem Velo an einem zerstörten Gebäude vorbei. (6. Februar 2015)
AP Photo/Petr David Josek, Keystone
Hilfsgüter: Ein ukrainischer Soldat hilft einer älteren Frau beim Tragen einer Tasche. (6. Februar 2015)
Hilfsgüter: Ein ukrainischer Soldat hilft einer älteren Frau beim Tragen einer Tasche. (6. Februar 2015)
AP Photo/Petr David Josek, Keystone
Versuchen den Vorstoss der prorussischen Separatisten zu stoppen: Ukrainische Soldaten bei Kämpfen nahe Lissitschansk in der Region Luhansk. (29. Januar 2015)
Versuchen den Vorstoss der prorussischen Separatisten zu stoppen: Ukrainische Soldaten bei Kämpfen nahe Lissitschansk in der Region Luhansk. (29. Januar 2015)
Anatolii Boiko, AFP
Haben die ukrainischen Stellungen vor Ort fast eingekesselt: Ein Rebell feuert mit seinem Maschinengewehr auf ukrainische Stellungen in Debalzewe. (28. Januar 2015)
Haben die ukrainischen Stellungen vor Ort fast eingekesselt: Ein Rebell feuert mit seinem Maschinengewehr auf ukrainische Stellungen in Debalzewe. (28. Januar 2015)
Manu Brabo, AFP
Vorstoss an verschiedenen Fronten: Prorussische Truppen auf einer Patrouille nahe Debalzewe. (28. Januar 2014)
Vorstoss an verschiedenen Fronten: Prorussische Truppen auf einer Patrouille nahe Debalzewe. (28. Januar 2014)
Manu Brabo, AFP
Jeder Gebietsverlust wird teuer verkauft: Mitglieder des Freiwilligenbataillons Donbass bringen Sprengstoff an einer Leitplanke an. (28. Januar 2015)
Jeder Gebietsverlust wird teuer verkauft: Mitglieder des Freiwilligenbataillons Donbass bringen Sprengstoff an einer Leitplanke an. (28. Januar 2015)
Anatolii Boiko, AFP
Strategisch wichtige Hafenstadt: Soldaten der ukrainischen Armee halten bei Mariupol ihre Hunde warm. (28. Januar 2015)
Strategisch wichtige Hafenstadt: Soldaten der ukrainischen Armee halten bei Mariupol ihre Hunde warm. (28. Januar 2015)
AP Photo/Evgeniy Maloletka, Keystone
Ungenauer Artilleriebeschuss von beiden Seiten: Ein Soldat zeigt ein Überbleibsel einer Grad-Rakete. (29. Januar 2015)
Ungenauer Artilleriebeschuss von beiden Seiten: Ein Soldat zeigt ein Überbleibsel einer Grad-Rakete. (29. Januar 2015)
Aleksey Chernyshev, AFP
Versuchen den Überblick zu bewahren: Beobachter der OSZE. (29. Januar 2015)
Versuchen den Überblick zu bewahren: Beobachter der OSZE. (29. Januar 2015)
Anatolii Boiko, AFP
Leben an der Front: Soldaten in einem Schützengraben der ukrainischen Armee. (29. Januar 2015)
Leben an der Front: Soldaten in einem Schützengraben der ukrainischen Armee. (29. Januar 2015)
Anatolii Boiko, AFP
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US-Vizepräsident Joe Biden sagte der «Süddeutschen Zeitung» vom Donnerstag: «Wir haben von Beginn an gesagt, dass es für diese Krise keine militärische Lösung gibt.» Die USA hätten kein Interesse an einer militärischen Eskalation. Russland warf er vor, ausschliesslich eine militärische Lösung anzustreben.

(SDA)

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