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Türkischer Jet stürzt nahe syrischer Grenze ab

Eine F-16 ist im Grenzgebiet zu Syrien abgestürzt. Der Pilot konnte abspringen. Wie ebenfalls bekannt wurde, sollen türkische Linksextremisten den Anschlag in Reyhanli ausgeführt haben.

Neun türkische Staatsbürger verhaftet: Beschädigte Gebäude in Reyhanli am Tag nach den Anschlägen. (12. Mai 2013)
Neun türkische Staatsbürger verhaftet: Beschädigte Gebäude in Reyhanli am Tag nach den Anschlägen. (12. Mai 2013)
Keystone
Zwei Autobomben haben grosse Verwüstung in der Stadt an der Grenze zu Syrien angerichtet. (12. Mai 2013)
Zwei Autobomben haben grosse Verwüstung in der Stadt an der Grenze zu Syrien angerichtet. (12. Mai 2013)
Reuters
Gespenstische Stimmung in Reyhanli. (12. Mai 2013)
Gespenstische Stimmung in Reyhanli. (12. Mai 2013)
Keystone
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Ein türkisches Kampfflugzeug ist nach einem Notruf des Piloten im Süden des Landes abgestürzt. Die Maschine war über dem Amanos-Gebirge im Grenzgebiet zu Syrien unterwegs. Rettungsmannschaften begannen einen Sucheinsatz, wie der türkische Generalstab mitteilte.

Der Pilot des F-16-Jets habe um 13.15 Uhr (MESZ) in einem letzten Funkspruch erklärt: «Ich springe ab.» Experten gingen von einem Unfall aus. Wegen der Bürgerkriegs in Syrien ist die türkische Luftwaffe seit Monaten verstärkt entlang des Grenzgebietes im Einsatz.

Linksextremisten sollen Anschläge verübt haben

Die verheerenden Anschläge im Grenzort Reyhanli sollen von türkischen Linksextremisten verübt worden sein. Dies berichteten heute türkische Medien.

Bei den neun am Sonntag festgenommenen Beschuldigten handle es sich um Mitglieder der Revolutionären Volksbefreiungspartei/-front (DHKP-C) sowie einer Splittergruppe der Türkischen Volksbefreiungspartei-Front (THKP-C), hiess es in Medienberichten. Die türkische Regierung wirft ihnen vor, die Tat in Abstimmung mit dem syrischen Geheimdienst verübt zu haben.

46 Tote

Bei der Explosion zweier Autobomben in der wenige Kilometer von der syrischen Grenze entfernt liegenden Stadt waren am Samstag mindestens 46 Menschen getötet worden, etwa 140 wurden verletzt. Damaskus wies die Vorwürfe einer Beteiligung an der Tat zurück.

Alle neun Festgenommenen seien türkische Staatsbürger, hatte Vizeregierungschef Besir Atalay am Sonntag erklärt. Nach seinen Angaben haben die Beschuldigten die Tat teilweise gestanden. Innenminister Muammer Güler sagte, unter den Festgenommenen sei auch der Planer.

Ein Selbstmordattentäter aus den Reihen der DHKP-C hatte im Februar einen Anschlag auf die US-Botschaft in Ankara verübt. Dabei hatte er einen türkischen Wachmann mit sich in den Tod gerissen. Ziel der DHKP-C ist es, das Regierungssystem der Türkei durch einen revolutionären Umsturz zu beseitigen. Errichtet werden soll ein kommunistisches System mit marxistisch-leninistischer Prägung. Die Organisation hat in der Türkei zahlreiche Brand- und Sprengstoffanschläge verübt sowie Menschen getötet.

SDA/rub

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