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Tschechien veröffentlicht Namen von Agenten

Die tschechische Regierung hat die Namen von 380 früheren Agenten des Militärgeheimdienstes veröffentlicht. Das Verteidigungsministerium versuchte es danach mit einer Ausrede.

Das Datenleck könnte das gute Verhältnis zwischen Tschechien und den USA belasten: Barack Obama mit Tschechiens Präsident Vaclav Klaus (r.).
Das Datenleck könnte das gute Verhältnis zwischen Tschechien und den USA belasten: Barack Obama mit Tschechiens Präsident Vaclav Klaus (r.).
Keystone

In einer im März freigeschalteten Online-Datenbank seien die Namen von Tausenden Agenten zu lesen gewesen, die während der kommunistischen Ära für den Militärgeheimdienst gearbeitet hätten, erklärte das Institut für Studien totalitärer Regime am Montag. Allerdings hätten 380 dieser Personen auch nach dem Sturz des Kommunismus im Jahre 1989 ihre Arbeit fortgesetzt. Demnach hätten ihre Namen nicht in der Datenbank stehen dürfen.

Wie ein Sprecher des Verteidigungsministeriums erklärte, stellt die Veröffentlichung der persönlichen Angaben kein Risiko für Aktionen des Geheimdienstes dar. Die bis Juni abrufbare Online-Datenbank habe nämlich keine Namen von derzeit noch aktiven Agenten enthalten. Der Leiter des für die Veröffentlichung verantwortlichen Archivs wurde entlassen.

dapd/mrs

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