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Tröster der Versinkenden

Der mit der Titanic untergegangene Dorfpfarrer Thomas Byles soll heilig gesprochen werden.

Zweimal wurde er gebeten, in einem der Rettungsboote Platz zu nehmen. Doch Pfarrer Thomas Byles lehnte ab, blieb auf der Titanic. «Er half den Frauen und Kindern in die Boote, flüsterte ihnen Worte des Trosts und der Ermutigung zu», berichtete eine Überlebende. Als keine Beiboote mehr da waren, begann Byles letzte Beichten abzunehmen. Und gegen zwei Uhr früh, als der Schiffsrumpf barst und sich das Heck im Wasser aufrichtete, erteilte er mehr als hundert knienden Männern und Frauen die Absolution. Pfarrer Byles ertrank vor genau 103 Jahren, am 15. April 1912, so wie 1500 weitere Passagiere. Seine Leiche wurde nie gefunden.

Ein Held, dieser Pfarrer. Und vielleicht noch mehr, glaubt man in der kleinen katholischen Kirchgemeinde St. Helen’s im ostenglischen Essex. «Wir hoffen und beten, dass er bald als Heiliger anerkannt wird», sagte Pfarrer Graham Smith, Byles’ Nachfolger, dieser Tage der BBC. Er habe beschlossen, eine Kampagne zur Heiligsprechung des Titanic-Pfarrers zu lancieren.

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