Terroristen planten Anschlag auf die EM 2016

Der verhaftete Mohamed Abrini soll ausgesagt haben, die Brüsseler Jihadisten hätten eigentlich an der Fussball-Europameisterschaft in Frankreich zuschlagen wollen.

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Das Terrornetzwerk, das für die Anschläge in Paris und Brüssel verantwortlich gemacht wird, soll ursprünglich die Fussball-Europameisterschaft 2016 in Frankreich im Visier gehabt haben. Das schreibt die französische Zeitung «Liberation» in Bezug auf angebliche Aussagen des verhafteten Mohamed Abrini.

Die Ermittler fanden gemäss der Zeitung eine Audioaufnahme «eines wahrhaftigen Brainstormings» der Anschlagsoptionen auf dem Computer der Bakraoui-Brüder. Sie sprechen angeblich darüber, dass Brüssel als Anschlagsziel bloss «in der Eile» gewählt worden sei, dass sie nicht mehr wüssten, was tun, und dass sie befürchteten, «in einer Zelle zu landen».

«Belgien dient den Terroristen als operative Basis»

Die Ermittler zeigen sich von Abrinis Aussage wenig überrascht. «Es ist keine Neuigkeit, zu erfahren, dass Terroristen die EM 2016 treffen wollen. ... Sollte sich die Aussage Abrinis als wahr herausstellen, dann bestätigt das nur den Fakt, dass Belgien den Terroristen als operative Basis dient und deswegen noch stärker überwacht werden muss», sagt ein Informant der französischen Polizei zur Zeitung.

Vor zwei Tagen gab Abrini zu, der gesuchte «Mann mit dem Hut» zu sein, der auf Aufnahmen von Überwachungskameras des Flughafens Brüssel-Zaventem zu sehen ist. Er wurde am Freitag festgenommen. Am Wochenende wurde bereits bekannt, dass die Jihadisten nur aus Zeitdruck Brüssel als Anschlagsziel wählten.

mch

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